Mai 4, 2008

KAFFEE.SATZ.LESEN zu Gast bei DATE-THE-MUSEUM im Museum für Kunst und Gewerbe

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Im Rahmen der museumseigenen Reihe DATE-THE-MUSEUM präsentieren die Macher von KAFFEE.SATZ.LESEN am 8. Mai einen Leseabend zur Kunst. Eingeladen sind drei Künstler mit Doppelbegabung, schreibende Maler, malende Schriftsteller, bildende Künstler und Autoren.

Ina Bruchlos zum Beispiel, die ihre hochkomischen Erzählungen in den Büchern „Nennt mich nicht Polke!“ und „Mittwochskartoffeln“ mit eigenen Zeichnungen illustriert hat und neue Geschichten lesen wird.
Und endlich einmal wieder in Hamburg: der erfolgreiche Maler Jürgen Noltensmeier aus Leipzig, dessen Roman „Geburtenstarke Jahrgänge“ sowie sein Erzählband „Tweedhosenastronaut“ von Feuilleton und Publikum gleichermaßen gelobt und geliebt wurden. Drei Künstler, einfach doppelt gut.

Informationen zu den Autoren:

Ina Bruchlos, *1966

In Bruchlos’ Texten geht es um die Grenzen der Kommunikation, um die Sprache in ihrer ganzen Missverständlichkeit. Es geht um Gesellschaftsspiele, bei denen am Ende niemand mehr weiß, was er am Anfang raten sollte, und die Frage, warum Künstler eigentlich nie lächeln. Ina Bruchlos lebt seit 97 in Hamburg und studierte Freie Kunst an der HfbK Hamburg. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei und Literatur. 2005 veröffentlichte sie im Nachttischbuchverlag den Erzählband „Nennt mich nicht Polke“ und 2006 „Mittwochskartoffeln“. 2002 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur.

http://www.ina-bruchlos.de/

Jürgen Noltensmeier, *1965

lebt und arbeitet in Leipzig. Er studierte Illustration an der FH für Gestaltung, Hamburg; erhielt ein Stipendium für den »Master of Fine Art« an der Glasgow School of Art. Es folgten verschiedene Tätigkeiten, u.a. als Nachrichtenredakteur, Mal- und Zeichenlehrer, Illustrator, Maler und Tanzmusiker. Mehrere Kunstpreise. Sein Roman „Geburtenstarke Jahrgänge“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, sein Erzählband „Tweedhosenastronaut“ bei Voland & Quist.

http://noltensmeier.net/>

KAFFEE.SATZ.LESEN.DIESMAL.IM.MUSEUM.
Die Lesereihe zu Gast bei DATE-THE-MUSEUM im Museum für Kunst und Gewerbe
Donnerstag, 8. Mai 2008,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn pünktlich um 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Eine Initiative von:
DATE-THE-MUSEUM
http://www.date-the-museum.de/

KAFFEE.SATZ.LESEN
http://www.redereihamburg.de/

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
http://www.mkg-hamburg.de/

April 22, 2008

KAFFEE.SATZ.LESEN 49 - “13ter Shop” 27.04.2008

Walter Gerbracht

Kolja Mensing und Florian Thalhofer im Shopping Center
Foto: Walter Gerbracht

27.04.2008
KAFFEE.SATZ.LESEN 49

Katja Lange-Müller | Susanne Höbel
Florian Thalhofer | Kid 37

Die Bestseller-Autorin Katja Lange-Müller ist zu Gast bei der 49sten Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN. Sie wird Ihren von Feuilleton und Publikum gleichermaßen gefeierten Roman „Böse Schafe“ (Kiepenheuer&Witsch) vorstellen. Filmemacher Florian Thalhofer und Autor Kolja Mensing lebten 31 Tage ununterbrochen im Einkaufszentrum Roland-Center in Bremen. Es entstanden literarische Texte, Bilder und ein 90-minütiger Film auf DVD-ROM (mairisch Verlag). Florian Thalhofer wird den interaktiven Film vorstellen.
Kid 37 betreibt seit über vier Jahren das Weblog “Das hermetische Café”, das von der ZEIT als bestes Kulturblog ausgezeichnet wurde. Darin schreibt Kid 37 über gebrochene Herzen, die Schönheit von Ringelstrümpfen, Kunst, tote Tiere und Musik. In der Reihe „Übersetzer geben Einblick“ stellt die Hamburger Übersetzerin Susanne Höbel ihre gemeinsam mit Helmut Frielinghaus besorgte Neuübersetzung von William Faulkners Klassiker „Licht im August“ (Rowohlt) vor.

Informationen zu den Gästen im April:

Katja Lange-Müller
*1951 in Ostberlin. Sie lernte Schriftsetzer, arbeitete später als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen, lebte ein Jahr in der Mongolei und verließ die DDR 1984, fünf Jahre vor dem Mauerfall. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre zweiteilige Erzählung “Verfrühte Tierliebe”. Im März dieses Jahres erhielt sie den mit 15 000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Die Jury würdigte mit dieser Entscheidung das bisherige Werk der 57-Jährigen, insbesondere ihren Roman „Böse Schafe“ (Kiepenheuer & Witsch), aus dem Katja Lange-Müller lesen wird:
West-Berlin im Jahr 1987. Soja, gelernte Setzerin, Republikflüchtling, Aushilfsblumenhändlerin mit weitem Herz, trifft Harry, groß, frei, still-entschlossen, mit abgründiger Vergangenheit und düsterer Zukunft - und fortan teilen sie ein gemeinsames Schicksal. Geblieben ist ein Schulheft mit undatierten Einträgen, genau neunundachtzig Sätze, in denen Harry festhielt, was ihn beschäftigte, während er mit Soja zusammen war. Vieles kommt vor, eine fehlt: Soja.

Susanne Höbel
*1953, studierte Anglistik in Köln und Birmingham und lebt heute als freie Übersetzerin in Hamburg. Sie übersetzte unter anderem Werke von Nadine Gordimer, John Updike, Helene Hanff, Nicholas Shakespeare und Tim Parks. Bei KAFFEE.SATZ.LESEN stellt sie ihre gemeinsam mit Helmut Frielinghaus besorgte Neuübersetzung von William Faulkners Klassiker „Licht im August“ (Rowohlt) vor. Der Roman schildert das Leben der Menschen in den Südstaaten im frühen 20. Jahrhundert - ihre Armut, ihre Hoffnungen, ihre Enttäuschungen.

Florian Thalhofer
31 Tage lang lebten der Filmemacher Florian Thalhofer und der Autor Kolja Mensing ununterbrochen im Einkaufszentrum Roland-Center in Bremen. Ausgestattet mit Videokamera, Notizbuch und Laptop machten sie sich auf die Suche nach den Menschen in diesem künstlichen Raum. Deren Geschichten sind nun im Buch und auf DVD zu lesen und zu sehen: literarische Texte, Bilder und ein 90-minütiger Film auf DVD-ROM mit einem Soundtrack von Jim Avignon. Florian Thalhofer wird den interaktiven Film bei KAFFEE.SATZ.LESEN vorstellen.

http://13tershop.de | http://www.thalhofer.com

Kid37
wurde - allerdings meist als Bankdrücker - fast mal Stadtmeister im Fußball in Wuppertal und lebt und arbeitet nun als Fotograf und Autor für verschiedene Zeitschriften in Hamburg. Seit über vier Jahren betreibt er das Weblog “Das hermetische Café”. Darin schreibt er mit selbstmitleidig-somnambuler Lust über gebrochene Herzen, die Schönheit von Ringelstrümpfen, Kunst, tote Tiere und Musik und erinnert sich ganz nebenbei an ein Leben, das er nie geführt hat. Dafür hat er sogar einen Preis bekommen, den Fußballpokal allerdings nie.

http://kid37.blogger.de

Sonntag, 27. April 2008,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr
6 EURO.

April 8, 2008

Bar 4.0 - Die Bloglesung

Es lesen: Lu, Isabo (KSL 47), Mek (KSL 31 + 35) und Merlix (KSL 33 + 35), moderiert wird der Abend von Cem Basman.

Javahouse, Osterstraße 4, HH-Eimsbüttel
20.00 Uhr, Eintritt 5,- EUR

April 6, 2008

Stevan Paul liest “Vorsaison” auf weblesungen.de


Foto: HamburgerJung

Für weblesungen.de hat redereihamburg-Gründungsmitglied Stevan Paul seine Kurzgeschichte “Vorsaison” eingelesen. Der Text erzählt von einem einsamen Abendessen am Meer, dem kleinen dicken Mann mit Schwimmflügelärmeln und den Lieblingsmuscheln des Strandbar-Besitzers

Anhören kann man sich das hier:

Vorsaison

März 31, 2008

Übersetzer packen aus: Im Anfang war Tohuwabohu

Junge jüdische Autorinnen aus England – vorgestellt von ihren Hamburger Übersetzerinnen
Mit Isabel Bogdan (KSL 47) und Miriam Mandelkow (KSL 46)
Moderation: Annette Kopetzki (KSL 48)

Eine alte Handschrift der fünf Bücher Mose lagert irgendwo in Jerusalem. Als die englische Bibelwissenschaftlerin Shulamit Shepher Zugang zu diesem Kodex sucht, sieht sie sich ihrer eigenen Familiengeschichte gegenüber. – Im Nordwesten Londons stirbt ein orthodoxer Oberrabbiner. Als seine abtrünnige Tochter aus New York heimkehrt, sieht sie sich ihrer Jugendliebe Esti gegenüber. Und einer Gemeinde, die genau weiß, was richtig und falsch ist. Tamar Yellin (Das Vermächtnis des Shalom Shepher, Goldmann Verlag 2008) und Naomi Alderman (Ungehorsam, Berlin Verlag 2007) allerdings wissen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.
Ihre deutschen Übersetzerinnen Isabel Bogdan und Miriam Mandelkow wiederum werden von den letzten Worten beim Übersetzen dieser beiden Romane berichten, sie lesen Passagen aus den Büchern und beantworten Fragen aus dem Publikum.

Eine Veranstaltung des Hamburger Übersetzertreffens, mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde und der Buchhandlung Christiansen. Organisation: Birgit Schmitz.

Mittwoch, 02.04.2008, 20.00 Uhr
Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Straße 7, Hamburg
Eintritt: 5 Euro
Karten können telefonisch reserviert werden: Tel. (040) 390 20 72

Die Bücher und Teilnehmerinnen im Einzelnen:

Naomi Alderman: Ungehorsam
Originaltitel: Disobedience
Übersetzung: Christiane Buchner und Miriam Mandelkow
Berlin Verlag 2007

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Als bei der New Yorker Investmentbankerin Ronit am Samstagabend das Telefon klingelt, bricht eine Welt bei ihr ein, die sie für immer hinter sich gelassen zu haben glaubte. Ihr Vater, der große Rav Krushka, ist tot. Vor Jahren hatte der orthodoxe Oberrabbiner der Londoner Gemeinde Hendon seine Tochter nach Amerika geschickt – zu aufmüpfig war sie gewesen, zu neugierig auf das Leben jenseits koscherer Speisegesetze und langweiliger Schabbatrituale.
In Hendon wartet Esti, die Frau des künftigen Oberrabbiners, seit Jahren auf Ronits Rückkehr. Mit ihr hat sie einst die Liebe entdeckt, mit ihr wollte sie der streng religiösen Gemeinschaft entfliehen, allein hat sie sich schließlich für die schützende Enge der Tradition entschieden. Als ihre Jugendliebe mit hochgeschlitztem Rock und der unbedingten Bereitschaft zur Provokation heimkehrt, geraten Lebensentwürfe ins Wanken, Überzeugungen werden hinterfragt, Überlieferungen neu gedeutet.
Geschildert werden die scheinbar unvereinbaren Welten der beiden Frauen mit zwei unterschiedlichen Erzählstimmen – ins Deutsche übertragen von zwei Übersetzerinnen. Ein übersetzerisches Experiment also, von dem ebenso die Rede sein wird wie von talmudischen Debatten, lustvollem Ungehorsam und farbenfrohen Migräneanfällen. Naomi Alderman wurde für ihren Roman mit dem Orange Award for New Writers 2006 ausgezeichnet.

Miriam Mandelkow hat in Hamburg und Bloomington/Indiana Anglistik, Amerikanistik und Jewish Studies studiert. Sie arbeitete zunächst als Lektorin, bevor sie sich literarischen Übersetzungen zuwandte (u.a. Patrick Hamilton, Michael Frayn und Martha Gellhorn).

Tamar Yellin: Das Vermächtnis des Shalom Shepher
Originaltitel: The Genizah at the House of Shepher
Übersetzung: Isabel Bogdan
Goldmann Verlag 2008

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Die englische Bibelwissenschaftlerin Shulamit Shepher besucht nach zwanzig Jahren Abwesenheit zum ersten Mal wieder ihre Verwandten in Jerusalem. Es ist ein Abschiedsbesuch, denn das Haus, in dem die Familie seit Jahrzehnten lebt, soll abgerissen werden. Bei den Aufräumarbeiten wurde auf dem Dachboden eine wertvolle alte Bibelhandschrift gefunden; Anlass für Shulamit, sich mit der Geschichte ihrer Familie, mit der ihres Volkes und ihrer Kultur und mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei geht sie in der Familiengeschichte zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, zu ihrem Urgroßvater Shalom Shepher, der den Kodex von einer langen Reise mitgebracht haben soll; sie erzählt von ihrem Großvater, ihrem Vater und ihrer Mutter und schließlich von sich selbst. In der Familie bricht derweil ein Streit darüber aus, was mit der Handschrift zu geschehen habe, und es taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der sich ebenfalls für den Kodex interessiert.
Darüber hinaus erfahren wir in Tamar Yellins Familienpanorama etwas über die Cholera, über die Essigherstellung und über den Zusammenhang zwischen spiritueller Sehnsucht und schmerzhaften Blähungen. Tamar Yellin wurde für Das Vermächtnis des Shalom Shepher unter anderem mit dem Sami-Rohr-Preis geehrt, dem höchst-dotierten jüdischen Literaturpreis der Welt.

Isabel Bogdan hat in Heidelberg und Tokyo Anglistik und Japanologie studiert. Seit einigen Jahren lebt sie als Übersetzerin in Hamburg. Für Das Vermächtnis des Shalom Shepher wurde sie 2006 mit dem Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzungen ausgezeichnet.

Annette Kopetzki, Moderation, studierte Germanistik und Philosophie. Sie arbeitete als Lektorin für Deutsche Sprache und Literatur, freie Autorin, Übersetzerin und Dozentin für Übersetzung in Rom und Pescara. 1995 promovierte sie an der Universität Hamburg über Theorien der Literaturübersetzung und lebt heute als Übersetzerin aus dem Italienischen in Hamburg.

März 26, 2008

KAFFEE.SATZ.LESEN 48 „Druckfrisch“, 30.März 2008

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Thomas Pletzinger wird sein gefeiertes Romandebüt “Bestattung eines Hundes” vorstellen. Foto: Kiwi  

Frühjahrsoffensive bei KAFFEE.SATZ.LESEN, gleich vier der fünf geladenen Gäste präsentieren zur Märzausgabe unserer Lesereihe druckfrische Bücher. Der Hamburger Autor Nils Mohl liest aus seinem Romandebüt „Kasse 53“, einer komisch-poetischen Betrachtung der Lebenswoche eines Kaufhaus-Kassierers. Welches neue Buch genau Gunter Gerlach vorstellen wird, ist unklar. Vielleicht sein aktuelles Buch „Melodie der Bronchien“ oder aber sein allerneustes Buch „Tod in Hamburg“. Ein großes Vergnügen wird sein Auftritt in jedem Fall. Der Wahlberliner Thomas Pletzinger liest aus seinem Romandebüt „Bestattung eines Hundes“ das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. In der Reihe „Übersetzer geben Einblick“ stellt die Hamburger Übersetzerin Annette Kopetzki ihre Übersetzung des neuen Romans „Diese Geschichte“ von Alessandro Baricco vor. Immer wieder neu erfindet sich Musiker und Sprachkünstler Vincent Welt bei seinen Auftritten auf Poetry Slams, lassen Sie sich überraschen.

KAFFEE.SATZ.LESEN 48 im März „Druckfrisch“ mit Gunter Gerlach | Thomas Pletzinger | Nils Mohl | Annette Kopetzki | Vincent Welt

Sonntag, 30. März 2008, 16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62 neben S-Bahnhof Hasselbrook

im Hinterhof, 5. Stock.

Einlass 15:00 Uhr

Thomas Pletzinger

wurde 1975 in Münster geboren, wuchs im Ruhrgebiet auf und absolvierte ein Studium der Amerikanistik und Medienkultur in Hamburg. Er arbeitete für Buchverlage und Literaturagenturen. Nach einem zweiten Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig lebt er nun als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien, verschiedene Preise und Stipendien. Er ist Gastdozent am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Für sein Romandebüt Bestattung eines Hundes (Kiepenheuer & Witsch, 2008) erhielt er den Förderpreis zum Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland 2007.

http://www.bogusmag.de/

Daniel Beskos in DIE ZEIT über Peltzingers Roman: http://www.zeit.de/online/2008/11/thomas-pletzinger

 Nils Mohl

der Hamburger Autor Nils Mohl, geboren 1971, erhielt für seine Prosa zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Hamburger Förderpreis für Literatur. Sein Romandebüt „Kasse 53“ (Achilla Presse) erkundet das Verhalten der Menschen am Point of Sale, die Sitten und Gebräuche des Konsumenten. Es geht um Geld, Kartenzahlungen und Rohrpost. Um Macken, Ticks, Schrullen und Polyethylentragetaschen. Um das 99-Pfennig-Prinzip, Ladendiebstahl, Kaufsucht und praktische Enzyklopädie. Um kupferplattierten Flussstahl, Pheromone, eine sich täglich wiederholende Odyssee zwischen Innenstadt und Stadtrand – und um Fragen der Haltung. Die Woche des Kassierers: geschnitten in Erzählschübe im Kassenbonformat. Ein beispielloses literarisches Unternehmen.

http://www.kasse53.de/

Gunter Gerlach 

der vielfach preisgekrönte Hamburger Autor Gunter Gerlach war, zur Freude des Publikums, schon oft zu Gast bei KAFFEE.SATZ.LESEN. Weil er so viele gute Bücher schreibt. Aus diesem Grund ist auch noch nicht sicher, welches Buch genau er vorstellen wird. Vielleicht wird es sein aktuelles Buch „Melodie der Bronchien“ (Rotbuch Verlag) mit Bartzsch, dem Amateurdetektiv aus Gerlachs „Allergie-Trilogie“. Oder aber er liest aus seinem allerneusten Buch „Tod in Hamburg“ (Ellert & Richter), dessen Erscheinungstermin so knapp vor der März-Lesung liegt, dass wir für nichts garantieren können. Ein großes Vergnügen wird sein Auftritt in jedem Fall. Todsicher.

http://www.gunter-gerlach.de/

Annette Kopetzkigeboren

1954 in Hamburg, lebte nach dem Studium in Italien, wo sie als Lektorin abeitete, für Zeitungen schrieb und übersetzte. Sie hat Arbeiten über die Theorie des Übersetzens veröffentlicht und übersetzte u.a. P.P.Pasolini, Erri De Luca, Giorgio Bobbio, Laura Pariani, Giuseppe Bonaviri. 1998 und 2004 erhielt sie den Förderpreis für literarische Übersetzung der Kulturbehörde Hamburg. In der Reihe „Übersetzer geben Einblick“ stellt Sie ihre Übersetzung des neuen Romans „Diese Geschichte“ (Hanser) des italienischen Erfolgsautors Alessandro Baricco vor. Er erzählt die Geschichte eines Lebens, das eine Autorennbahn ist. Nein, keine Metapher! Eines Tages verwirklicht Ultimo Parri seinen Traum, eine Rennbahn zu bauen, in der sein ganzes Leben - und das Jahrhundert der beiden Weltkriege - Gestalt annimmt. Ein einziges Mal nur wird jemand über diese Rennbahn fahren - die Frau, die Ultimo liebte, ohne es zu wissen.

Vincent Welt

wurde am 30.04.1968 in Pinneberg geboren. Diverse Wohnortwechsel, ein einjähriger USA Aufenthalt, Abitur, Zivildienst und ein abgebrochenes Philosophiestudium später, fand Vincent sich Anfang der 90 Jahre in Hamburg wieder. Dort machte er sein vermeintlich einziges Talent zum Beruf und wurde Vincent Welt wurde am 30.04.1968 in Pinneberg geboren. Diverse Wohnortwechsel, ein einjähriger USA Aufenthalt, Abitur, Zivildienst und ein abgebrochenes Philosophiestudium später, fand Vincent sich Anfang der 90 Jahre in Hamburg wieder. Dort machte er sein vermeintlich einziges Talent zum Beruf und wurde Musiker.. Darin war er recht erfolgreich – er spielte unter anderem für Stefan Gwildis, James Last, Otto Waalkes u.v.m. - trotzdem entpuppte sich das Musikgeschäft mehr und mehr als Dienstleistungsunternehmen denn als Podium für einen künstlerischen Ausdruck. Diesen fand Vincent vor einigen Jahren im Schreiben und Performen von Texten. Mit der Teilnahme am National Poetry Slam 2007 in Berlin fand Vincents Leidenschaft für das Wort einen vorläufigen Höhepunkt. Bis dato gibt es keine Veröffentlichung. Seit fast 3 Jahren bewegt sich Vincent auf den Slambühnen Deutschlands. Stets erzählt er Geschichten. Stets geht es um Menschen, die man kennen könnte, die man kennt, mit denen man sich vielleicht sogar einen Körper teilen muss. Auch wenn seine Charaktere meist schrullig, ranzig, penetrant, verschroben, skurril, von verstocktem Gemüt und mindestens extrem neben der Spur sind, geht am Ende doch alles meistens gut. Mehr oder weniger. 

Weitere Informationen zur Lesereihe finden Sie unter: http://www.redereihamburg.de/

März 17, 2008

Gunter Gerlach - Von brennenden Samtvorhängen, Allergikern und der wahrscheinlich schnellsten Lesereihe der Welt

 

 

 

Die Stimme ist verstummt. Ruhe in den Saal irgendwo in Hamburg eingekehrt. Die Zuhörer schauen auf den Autor, der am Tisch sitzt und gleich weiter lesen wird mit einer Stimme, die so klingt wie die Erzähler von den Nils Holgersson, Momo oder Michel - Schallplatten unserer Kindheit. So klingt Gunter Gerlach. Jetzt gerade ist seine Stimme allerdings nicht zu hören. Er muss erst mal selbst lesen, was er da geschrieben hat. Er wundert sich. Kneift kurz die Augen zusammen, dann fängt er an zu lachen, bevor er weiter liest. Es ist unmöglich, seine Geschichten von diesen traurigen und gescheiterten Helden, die aber nie den Mut verlieren, nicht zu mögen und es ist ebenso unmöglich, nicht zu lachen, wenn er lacht. 

 

 

Elektromechaniker oder Werbetexter?

Elektromechaniker sollte Gunter Gerlach werden, Fotograf, Maler, Grafiker wollte er werden. Texter und Autor ist er geworden. „Es ist ja überhaupt kein Ziel zu erkennen“, sagte damals ein Vertreter der Hochschule für bildende Künste, an der Gerlach Fotografie studierte. „Soll ich davon jetzt auch noch erzählen?“, fragt Gunter Gerlach und spricht gleich weiter. Gerlach hat viel mitzuteilen, nicht nur in seinen Büchern. 

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März 3, 2008

Nils Mohl bei wortpong, FSK 93.0 oder 101.4 im Kabel

Mittwoch, 05.03.2008, 17-19 Uhr

 

Nils Mohl


WORTPONG Ankündigung: ”Am Mittwoch bringen wir mit dem FSK-Shopping-Channel mal ordentlich eure Kreditkarten zum glühen. Einkaufsberater und Kassenspezialist Nils Mohl verschafft uns dabei einen Kaufrausch der literarischen Sonderklasse. Wir lassen kein Schnäppchen aus, selbst wenn wir dafür drauf zahlen müssen. Zu hypnotischer Kaufhaus-Muzak verscherbeln wir Sonderangebote und Luxusgüter und wenn die lieben Kleinen im Kinderparadies bereits Amok laufen, räumen wir weiter die Regale leer. Nils Mohl stellt seinen ersten Roman “Kasse 53“ vor und wir spielen Kaufhausmusik der Sonderklasse.”

Februar 20, 2008

Baderanstalt - “Unter Eis”

Auch ohne die redereihamburg e.V. geschehen in der Baderanstalt Dinge, die sehr erwähnenswert sind. Am Samstag vor KAFFEE.SATZ.LESEN wird beispielsweise in der Baderanstalt Theater gespielt.

SAMSTAG, 23. FEBRUAR | 2008 | 20.00 UHR | EINTRITT 12,- “UNTER EIS” - THEATERSTÜCK VON FALK RICHTER

 Paul Niemand ist Berater in der Unternehmensbranche. Täglich schreibt er Konzepte zur Leistungsoptimierung von Betrieben, die zum Teil massenhaft Entlassungen nach sich ziehen. Aber eines Tages ist damit Schluss: Paul Niemand ist im Alter von Mitte vierzig restlos ausgebrannt. Seine Leistungen bewerten die Kollegen mit 45 Prozent.
Der Hamburger Autor Falk Richter führt mit seinem Stück vor Augen, wie unerbittlich sich der Neo-Liberalismus auf die Gesellschaft auswirkt. Wir bewegen uns unbewusst nicht nur auf sehr dünnem, sondern irgendwann vielleicht auch nur noch unter dem Eis.

Mit Gertrud Kohl, Georg Mitterstieler, Johannes Schmidt
Regie: Ensemble / Jörg Wesemüller.

Februar 19, 2008

KAFFEE.SATZ.LESEN 47 - Menschen an sich

Das Musiker-Duo klotz+dabeler ist namensgebend für die Februar-Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN. Gemeinsam haben Sie einen Roman geschrieben (Aus dem Leben des Manuel Zorn) und im vergangenen Jahr das spannendste deutschsprachige Popalbum der letzten Zeit aufgenommen: Menschen an sich ist poetisch, klar, klug, erwachsen und wunderschön. In der Baderanstalt stellen sie das Album vor. Von der Endlichkeit des Menschen an sich erzählt lakonisch-brillant die Berliner Autorin und Bloggerin Madame Modeste, ihr Text Der Unfall ist Teil eines Kurzgeschichtenzyklus, der sich mit Tötungen beschäftigt. Aus Hamburg kommt der vielfach preisgekrönte Schrifsteller Stefan Beuse (Meeres Stille, Die Nacht der Könige), und liest aus seinem aktuellen Romanmanuskript Alles was du siehst. In der Reihe Übersetzer geben Einblick stellt diesmal die Hamburger Übersetzerin Isabel Bogdan ihre Übersetzung von Tamar Yellins Familienchronik Das Vermächtnis des Shalom Shepher vor. Für den Roman erhielt die Autorin den Sami-Rohr-Preis, den höchstdotierten jüdischen Literaturpreis der Welt, Isabel Bogdan wurde mit dem Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzungen 2006 ausgezeichnet. Sven Heine, Mitbegründer und Organisator von KAFFEE.SATZ.LESEN, ist nach langer Zeit wieder mal als Autor zu Gast. Er liest neue Kurzgeschichten.

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Informationen zu den Gästen im Januar:

klotz+dabeler

Literarischer Pop, Chanson und Glamrock, LoFi-Beats und Salonmusik. Almut Klotz (Ex-Lassie Singers und Popchor Berlin) und Rev. Christian Dabeler (Zusammenarbeit u.a. mit Rocko Schamoni, Robert Forster/Go-Betweens und Universal Gonzalez) sind klotz+dabeler. Sie trennen auf Ihrem Album “Menschen an sich” (ZickZack) nicht strikt zwischen LoFi und Glam-Pop, zwischen einfachen Casiobeats und ausufernden Gitarren, sondern verbinden Kontraste zu stimmigen Arrangements. Musik und Text sind dabei genau aufeinander abgestimmt, die Sprache ist bilderreich, aber nie überladen. (MB)

http://www.myspace.com/klotzdabeler

Madame Modeste

Modeste ist ungefähr dreißig und lebt seit sieben Jahren in Berlin. Unter http://modeste.twoday.net schreibt sie Geschichten über sich und andere Leute. Ab und zu drucken Zeitschriften ihre Texte. Auf sie gehen die unlustigsten Texte des “EXOT - Zeitschrift für komische Literatur” zurück. Ihr Versuch, im von Christian Kracht herausgegebenen FREUND eine Renaissance des Expressionisten Walter Hasenclever einzuläuten, darf als auf voller Linie gescheitert betrachtet werden. Ihr Text “Der Unfall” ist Teil eines Kurzgeschichtenzyklus, der sich mit Tötungen beschäftigt.

http://modeste.twoday.net/

Stefan Beuse

*1967 in Münster, lebt als freier Autor in Hamburg. Zu seinen Veröffentlichungen gehören die Romane “Meeres Stille” und “Die Nacht der Könige”. U.a. gewann er den Preis des Landes Kärnten beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, 1998 und 2006 einen Literaturförderpreis der Freien und Hansestadt Hamburg sowie den Magnolia-Award in Shanghai für das beste Drehbuch 2006 (Verfilmung des Romans Kometen).
Er liest aus seinem aktuellen Romanmanuskript “Alles was du siehst”.

Isabel Bogdan

*1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo und lebt als freie Übersetzerin und Lektorin in Hamburg. Sie übersetzt unter anderem Conway Lloyd Morgan, Andrew Taylor und Tamar Yellin, deren Familienchronik “Das Vermächtnis des Shalom Shepher” (Goldmann) sie bei Kaffee.Satz.Lesen vorstellen wird. Für den Roman erhielt die Autorin den Sami-Rohr-Preis, den höchstdotierten jüdischen Literaturpreis der Welt, Isabel Bogdan wurde mit dem Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzungen 2006 ausgezeichnet.

Sven Heine

*1972, lebt in Hamburg. Er hat die redereihamburg e.V. mitgegründet und organisiert seit 2003 jeden letzten Sonntag im Monat KAFFEE.SATZ.LESEN, den großen Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur. Daneben schreibt er Geschichten für das Internet, zu lesen im Hamburg-Blog vom immowelt.de, und Hamburger Literatur-Veranstaltungen. Auftritte unter anderem bei transit, im Macht-Club oder bei Tresengeflüster, sowie bei zahlreichen Poetry Slams, unter anderem im Team Hamburg beim German International Poetry Slam in Frankfurt (2003), Stuttgart (2004) und Leipzig (2005). Im richtigen Leben programmiert er Fernseher und DVD-Player für störungsfreies Home-Entertainment.

Sonntag, 24. Februar 2008,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr
6 EURO.

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