KAFFEE.SATZ.LESEN 34 im November „Härtefälle“

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KAFFEE.SATZ.LESEN 34
Sonntag, 26. November 2006, 16:00 Uhr
Baderanstalt
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahn Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock

mit

Arne Nielsen

Matias Grzegorczyk

Lalah

Glumm aka 500 Beine

Casjen Ohnesorge

DJ Scheiße

und einer Fotoausstellung von
Kerstin Schlitter

Nein, novemberkuschelig wird sie nicht, die 34. Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN am nächsten Sonntag. Denn die geladenen Autoren gehören allesamt zu den kompromisslosesten Schreibern neuerer Literatur, sind strenge Dramaturgen unbequemer Themen mit einer klaren, direkten Sprache. Nach seinem viel gelobten Debüt „Donny hat ein neues Auto und fährt etwas zu schnell“ stellt Arne Nielsen seinen neuen Erzählband „Buddeln, 1-3“ vor. Ein Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns voller grotesker Begebenheiten und untergründiger Gewalt. Um Leben und Tod geht es in Matias Grzegorczyks Roman „Wenn Du schläfts“, einem subtilen Krankenhaus-Thriller, der schlaflos macht. DJ Scheisse feuert fiese Bösartigkeiten schneller ab, als es, zumindest Pinnebergern, lieb sein kann und wurde damit zu einer Hauptfigur des Hamburger Poetry Slams. Der Solinger Autor Glumm aka 500Beine erzählt vom„räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus“ und der Dichter Casjen Ohnesorge beschäftigt sich in seinen Texten mit den Tücken der Sprache und der eigenen Gefühlswelt. Außerdem stellt die Hamburger Sängerin und Musikerin Lalah ihr jetzt erschienenes Debut-Album „Ich wär soweit“ bei KAFFEE.SATZ.LESEN vor.

Die Gäste im November:

Arne Nielsen *1971

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(Foto: Arne Nielsen)

in Dänemark geboren. Er machte eine Ausbildung zum Herrenschneider und studierte Wirtschaftswissenschaften. Danach arbeitete er u.a. als Tankwart, Vertreter und Konsulatsbeamter. Arne Nielsen lebt mit seiner Familie in Hamburg. Er schreibt.bizarre Storys über die Randerscheinungen des Lebens: Nach seinem vielgelobten Debüt „Donny hat ein neues Auto und fährt etwas zu schnell“ beweist Arne Nielsen erneut, dass er zu den eigenwilligsten Stimmen der jungen deutschen Literatur zählt. Mit skurrilem Humor beschreibt er, wie verborgene Laster und Geheimnisse an die Oberfläche treten und sichtbar werden. Seine Storys sind schnell, pointiert und schöpfen ihre beunruhigende Spannung aus dem, was sie andeuten oder verschweigen. „Buddeln, 1-3“ (2006 Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München) ist ein Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns, voller grotesker Begebenheiten und untergründiger Gewalt.

Matias Grzegorczyk *1965

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(Foto:Grzegorczyk)

wurde 1965 in Wiesbaden geboren. Nach einer Fotografenlehre in Kiel, studierte er Kommunikations-Design in Mainz und arbeitete anschließend als Texter für namhafte Agenturen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Zurzeit ist er freiberuflich tätig, unter anderem als Dozent der Texterschmiede Hamburg und am Institut für Design Hamburg. Im Jahr 2002 wurde er mit dem Literaturpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Matias Grzegorczyk ist Mitglied im Forum Hamburger Autoren. Sein im Herbst erschienener Roman „Wenn Du schläfst“ (tisch7-Verlag, Köln) ist ein subtiler Krankenhaus-Thriller über den Kampf zweier Männer, die in ihren Betten nebeneinander liegen und sich belauern. Einem Kampf auf Leben und Tod. Matias Grzegorczyk legt ein Debüt vor, das mehr ist als spannungsgeladene literarische Unterhaltung. Ganz nebenbei zeigt uns der Autor, wie sehr wir als Kranke ausgeliefert sind. Ein Konflikt, dem niemand ausweichen kann.

DJ Scheiße *1966

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(Foto: DJ Scheiße)

Lassen wir den Autor selbst sprechen:
„Vorweg Folgendes: DJ Scheiße stammt nicht aus Pinneberg. Er wurde 1966 in Hamburg geboren und wuchs in Wilstedt, bei Tangstedt, bei Norderstedt, bei Hamburg auf. Zwangsläufig traf er auf den Pinneberger, immer dort, wo die A23 in die A 7 einfließt, und, logischerweise auch danach. Da kann man nichts machen. Nichtsdestotrotz sorgte die „Begegnung mit dem natürlichen Feind“ dafür, dass der gebürtige Diplom-Soziologe sich der subjektiven Alltagsanalyse
hingab und arglosen Barbesuchern die Ergebnisse vorlas. Dazu nahm unser kleiner konfliktscheuer Freund einen Namen an, von dem er annahm, dass er über jede Kritik erhaben sei. Es kam, wie es kommen musste: Man schickte DJ Scheiße zum Slam. Dort fallen Wesen wie er nicht weiter auf und werden mit Requisiten aus der Ramschkiste ruhig gestellt. „Immer noch besser als Bausenator“, sagt er.“

Glumm aka 500 Beine *1960

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(Foto: redereihamburg)

seinen Lesern ist Glumm unter dem Namen 500 Beine bekannt. Auf der gleichnamigen Internetseite 500Beine veröffentlicht er seine Erzählungen aus der Solinger Halbwelt. Lakonisch, genau beobachtet, mit genialem Sprachgefühl und feiner Komik schreibt Glumm von Gescheiterten, Gestrandeten und übersehenen Helden. Oder wie er selbst sagt: „Geschichten vom räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus“. Immer dabei: die Gräfin („Notier mich nicht immer!“) und ein Hund Namens Frau Moll.

Lalah

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(Foto: Dörte Benzner)

a.k.a. Dörte Benzner ist Komponistin, Sängerin, Schlagzeugerin und an guten Tagen Poetin. In ihrem Hamburger Studio Raffinade nimmt sie ihre Songs auf und fährt zwischendurch immer wieder zum Komponieren nach Dänemark oder gestaltet Cover für Mangas, wenn sie Geld braucht.
Sie machte Festival- und Club-Touren durch Deutschland und Österreich mit Hippiehaus, spielte live auf dem South By Southwest Festival in Austin und beim CMJ Music Marathon in New York und trat live und solo mit MD-Player bei Poetry Slams in Harlem und als Special Guest beim legendären Friday Night Slam im Nuyorican auf. Drei Jahren arbeitete sie an ihrem Solo-Album, bei KAFFEE.SATZ.LESEN stellt sie nun ihr Debut “Ich wär soweit” vor. Ihre Musik atmet Geschichten, fühlt Grooves, vereint minimalistischen oldschool Elektro mit ihrer melancholischen, lässigen, jazz-gefärbten Stimme und macht warm und sexy. Es finden sich neben den von ihr produzierten und programmierten Nummern Remixe von J.F. Sebastian (Black Cherries) und auch live von der Jazz-Band Johnny Liebling im Hamburger Soundgarden Studio eingespielte Songs. Coproduziert wurde die Platte von Chris v. Rautenkranz (u.a. Blumfeld, Tocotronic).
Infos: Lalah

Casjen Ohnesorge *1980

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(Foto Casjen Ohnesorge)

in Hamburg geboren und aufgewachsen. Ende 2005 erhielt er sein Diplom im Fach Europäische Wirtschaft an der Universität Bamberg. Neben dem Studium beschäftigt er sich seit dem Jahr 2000 mit Dichtung. Mittlerweile trat er erfolgreich auf vielen „Poetry Slams“ auf, beim diesjährigen German International Poetry Slam in München gelangte er ins Halbfinale. Außerdem hat Casjen Ohnesorge zwei Theaterstücke verfasst. Zudem ist für ihn das Leben und Arbeiten in fremden Ländern besonders bereichernd, längere Aufenthalte führten ihn in die USA, nach Frankreich, Singapur, Belarus und in die Ukraine. Erfahrungen die in seine Arbeiten einfließen.

Mehr über die redereihamburg und KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im Internet unter
http://www.redereihamburg.de

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