Neue Bücher: Tex Rubinowitz „Das staubige Tier – Über Wien und unter Wien“

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Tex Rubinowitz im September 2005 bei KAFFEE.SATZ.LESEN
Foto: Kerstin Schlitter

Tex Rubinowitz gehört zu den ersten Gästen unserer Lesereihe. Schon bei der dritten Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN im September 2003 begeisterte der Wahl-Wiener das hamburger Publikum mit Erkenntnissen über „Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen“, seinem ersten, mittlerweile leider vergriffenen Buch. Zwei Jahre später erzählte er bei KSL 23 von den Vorzügen des Eisschwimmens und dem richtigen Einsatz von Zahnstochern als Grundnahrungsmittel. Wer dabei war, hat diesen grandiosen Nachmittag nicht vergessen.

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Im Falter Verlag ist jetzt ein neuer Wien-Stadtführer von Tex Rubinowitz erschienen: ‚Das staubige Tier‘ beschreibt in äußerst subjektiver Weise jene Straßen, Plätze und Details Wiens, die kein Reiseführer für erwähnenswert erachtet, auch wenn sie essenzielle Bestandteile des urbanen Lebens sind: interessante Sehenswürdigkeiten wie Hintereingänge, Bushaltestellen, Kaufhäuser von hinten, Kläranlagen und Schrottplätze oder Lokale, die als Verstecke taugen.
Wenn es stimmt, dass neunzig Prozent der Bewohner Wiens ihre Stadt nur zu circa fünf Prozent benutzen, dann entgeht den meisten Wienerinnen und Wienern so einiges. Insbesondere die Seltsamkeiten ihrer Stadt bleiben ihnen verborgen. Zum Glück gibt es Tex Rubinowitz` neues Wien-Buch, in dem über das, was so versäumt wird, nachgelesen werden kann. Immer auf der Suche nach dem ‚gut Kaputten‘, porträtiert der Autor die kleinen urbanen Absonderlichkeiten abseits des Glatten, allzu Schönen und führt damit die Leser quer durch die Stadt: Zum Bild mit der Fliege im Unteren Belvedere, zum einsamsten Museum Wiens – den ‚Neidhart-Fresken‘ in den Tuchlauben, zur ‚Falko-Stiege‘ am Naschmarkt, zu den (teils rätselhaften) Geschäften und Institutionen der Lerchenfelder Straße, zur Albert-Schultz-Eishalle im 22. Bezirk, zum geheimnisvoll verschlossenen Gullygitter im 1. Bezirk, zur Nadel von Klein-Minsk an der U-Bahn-Station Schwedenplatz oder zum ’staubigen Tier‘ im Röhrensystem der unterirdischen Passage zwischen Oper und Karlsplatz.

„Exakt achtzig Jahre nach Bertolt Brechts „Lesebuch für Stadtbewohner“ erscheint nun mit vorliegendem Buch ein würdiger Nachfolger, ein in der Tradition der Psychogeografie stehender, streng subjektiver Stadtführer über Wien. Tex Rubinowitz beschreibt darin all jene Plätze und Orte der Stadt, die allgemein wenig wahr genommen werden, weil sie einfach „nur da“ sind. Er fordert auf, den Stadtplan zu zerknüllen, sich auch mal ein Kaufhaus von hinten anzusehen und im Winter in der Donau schwimmen zu gehen.“ (Klappentext)

Tex Rubinowitz – Das staubige Tier – Über Wien und unter Wien
Falter Verlag, Wien, 2006, 189 Seiten, € 14,50

Umfassende Infos zum Autor: Tex Rubinowitz bei Wikipedia
Falter Verlag: Falter

PS: Natürlich werden wir versuchen, Tex Rubinowitz auch 2007 wieder für KAFFEE.SATZ.LESEN zu gewinnen.

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