Monatsarchiv: Februar 2007

Kaffee.Satz.Lesen 37: Überlänge


Foto: Axel Klatt

Nur vier statt der gewohnten fünf Gäste stehen an diesem Nachmittag auf der Bühne von KAFFEE.SATZ.LESEN. Sparmaßnahmen jetzt auch hier?
Nein, denn der Hamburger Autor Lars Dahms liest an diesen Nachmittag für Zwei. Erstmals wird seine mit dem Hamburger Literaturförderpreis 2006 ausgezeichnete Erzählung „Im Okavango-Delta“ in voller Länge zu hören sein. Probleme mit der Länge hatte auch der Autor Stefan Kraschon, der 2006 den 1. Hammer Erzählwettbewerb fast gewonnen hätte, seine Erzählung „Aschberg“, war allerdings wesentlich umfangreicher, als die vom Wettbewerb geforderte Höchstlänge. Nicht lang genug können die Platten der Hamburger Band „Ich jetzt täglich“ sein. Sie stellen ihr neues Album „Allee Sorgenlos“ vor. Stevan Paul wird sicherlich nicht verlängern. Er ist Mitveranstalter von KAFFEE.SATZ.LESEN und muss mit seinen kulinarischen Erzählungen schon alleine deshalb vorbildlich im Zeitplan bleiben.

Lars Dahms *1965


Foto: privat

hat als Nachtwächter, Reinzeichner, Schichtarbeiter bei der Post und Kupferdrucker gearbeitet. Designstudium in Hamburg, seit 1995 Freiberufler. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sind u.a. erschienen: „Jörg – Die frühen Jahre“ (Comic, 1993), „Neujahrsbuch“ (2004). Preise: Foglio-Preis für junge Literatur 1997, Förderpreis für Literatur der Freien und Hansestadt Hamburg 1998. Und auch 2006 erhielt Lars Dahms für seine Erzählung „Im Okavango-Delta“ einen Hamburger Förderpreis für Literatur. Bei KAFFE.SATZ.LESEN wird diese hochkomische Reisebeschreibung der etwas anderen Art erstmals zu hören sein.

Ich jetzt täglich *2004


Foto: Ich jetzt täglich

Die Hamburger Band ist dem KAFFEE.SATZ.LESEN Publikum nicht unbekannt und meldet sich mit ihrem Anfang Februar erschienenen Album „Allee Sorgenlos“ zurück. Der harte Kern (Lutz Nikolaus Kratzer (Gesang/Gitarren) und Mark Matthes (Geige)) hat sich um Bassisten Thomas Lebioda und Drummer Jonas Honisch erweitert. Karsten Deutschmann produzierte das neue Album. Die Zeit zwischen dem Vorgängeralbum „Stilfragen“ (2004) und „Allee Sorgenlos“ (2007) verbrachte die Band mit aufwändigen Kurzfilmprojekten (gekürt u.a. mit einem Feature auf 3Sat „Kulturzeit“), Konzerten in U-Bahnschächten, auf dem Fusion Festival und in üblen, gefährlichen Clubs zwischen Flensburg und Zürich. Jetzt kommen sie nach Hause.
http://www.myspace.com/ichjetzttaeglich
http://www.ichjetzttaeglich.de/

Stefan Kraschon *1967
Ist Leiter der Statisterie im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Vergangenes Jahr nahm er mit seiner grandiosen Erzählung „Aschberg“ am 1. Hammer Erzählwettbewerb teil. Die Jury war einhellig begeistert. Leider sprengte der Text die vorgeschrieben Länge von fünf Leseminuten erheblich. Bei KAFFEE.SATZ.LESEN bekommt Stefan Kraschon 15 Minuten Zeit und das Publikum die Chance, den heimlichen Sieger des 1. Hammer Erzählwettbewebs kennen zu lernen.

Stevan Paul *1969


Foto: Taja Stapelfeldt

lebt in Hamburg. Der gelernte Koch arbeitet heute als Foodstylist, Redakteur und Autor für Zeitschriften, Magazine und Buchverlage. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien erscheinen seine kulinarischen Kurzgeschichten seit 2006 regelmäßig in Schöngeist – Magazin für kunst_leben_denken
http://www.schoengeist.at/

KAFFEE.SATZ.LESEN 37 im Februar – „Überlänge“

mit
Lars Dahms | Stefan Kraschon
Ich jetzt täglich | Stevan Paul |

Sonntag, 25. Februar 2007,
Baderanstalt, 16:00 Uhr
Einlass 15:00 Uhr
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Eintritt 5 Euro.

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redereihamburg on Tour – Leselounge in Kiel am 22.02.2007

Literaturhaus Kiel

Wir fahren am 22.02.2007 in den Norden und treffen dort Mc Winkel, der schon im letzten Monat bei KSL 37 die Baderanstalt mit Klaus-Kinski-Moves gerockt hat. In der Leselounge des Literaturhauses in Kiel stellen wir unter anderem unsere Anthologie „KAFFEE.SATZ.LESEN 13-31“ vor. Dazu wird der Autor und Blogger Stevan Paul zusammen mit Mc Winkel jeweils 20 Minuten lesen. Danach diskutieren alle Beteiligten in grosser Runde über das Thema „Literatur in der Netzkultur“. Wer also in Kiel wohnt und wem Fragen zu KAFFEE.SATZ.LESEN, der Netzkultur oder anderen Dingen auf der Seele liegen, der sollte auf jeden Fall kommen und alle anderen natürlich auch. Schön wird’s.

Donnerstag, 22.2. im Literaturhaus SH, Schwanenweg, Kiel.
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 6 Euro, erm. 3,50 Eur.

Leselounge | Literaturhaus Kiel.

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Matias Grzegorczyk auf Planet Interview

Matias Grzegorczyk (KSL34) gibt Einblicke in die Entstehung seines Buches „Wenn du schläfst“ auf Planet Interview.

Ein Buch, das einen am Anfang völlig verstört, das man aber trotzdem oder gerade deswegen unbedingt weiterlesen muss. Wer den Auftritt von Matias Grzegorczyk bei KAFFEE.SATZ.LESEN verpasst haben sollte, kann sich hier einen kleinen Eindruck bilden. Das Buch ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Wenn du schläfts

Sven Heine

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DLL und Susanna Mewe bei wortpong, FSK 93.0 oder 101.4 im Kabel

Mittwoch, 07.02.2007, 17-19 Uhr

DLL (altehrwürdig)

Wenn man sich mit Literatur beschäftigt stolpert man früher oder später über das DLL. DLL steht für das Deutsche Literatur Institut Leipzig (http://www.uni-leipzig.de/dll/). Gegründet 1955 als „Johannes R. Becher-Institut“, hat das DLL die DDR überlebt, auch weil sich ehemalige Autoren, wie Ralph Giordano, und Studenten, 1990 für die Weiterführung des Unterrichts am Institut einsetzten. 1995 wurde dann aus dem „Johannes R. Becher-Institut“ das DLL. Der Erfolg ist beeindruckend. Überall trifft man heute die Abgänger des DLLs. Sie lesen bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur zum Bachmannpreis in Klagenfurt, sie sind auf der Liste zum Deutschen Buchpreis und in den Listen der Neuveröffentlichungen findet sich auch fast sicher ein Autor, der an diesem Institut das Schreiben gelernt oder vertieft hat. Es ist also höchste Zeit mehr über dieses Institut und die Autoren, die es besuchen, zu erfahren. Kann man überhaupt Romane schreiben lernen? Wie wird man zum Schriftsteller oder ist man es nicht schon vorher? Wie kommt man da überhaupt hin? Wie sind dort die Parties? Warten aufdringliche Verlagsvertreter nervös in der Aula? Alles Fragen, die dringend auf Beantwortung warten, deshalb habe ich mir zusammen mit Annette Riestenpatt in diesem Monat Susanna Mewe, eine Absolventin des DLL, zu Wortpong eingeladen. Sie wird uns erzählen, was am Deutschen Literatur Institut in Leipzig gelehrt wird, wie ein Public Viewing während des Bachmannpreises aussieht und wie man überhaupt vom Autorsein leben kann.

Also wortpong hören am 07.02.2007 um 17-19 Uhr auf FSK 93.0 oder 101.4 MHz.

Auch am DLL waren Mareike Krügel (KSL14 und KSL30), Jan Christophersen (KSL24), Janna Steenfatt (KSL27).

Sven Heine

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TRANSIT #33 – „Aufschwung“

Transit 33

Dienstag, 6. Februar 2007, Einlass 20.30 Uhr, Beginn 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro.
Ort: Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73

Aufschwung! Es geht voran! Passend zur allseits bejubelten wirtschaftlichen Fast-Genesung des Landes werden auch bei TRANSIT keine Atempausen gemacht. Stattdessen werden Geschichten vorgelesen von Leuten, die ein Lied davon singen können, wie leicht man trotz erheblicher Rechenschwäche ein Financial Controller in einem deutschen Konzern werden kann. Einer dieser Leute ist Maximilian „Merlix“ Buddenbohm (KSL 33 + 35).
Der nächste auf der Bühne, Matias Grzegorczyk (KSL 34), hat sich nicht nur als Schriftsteller mit gleich mehreren Thematiken der Gegenwart auseinandergesetzt. Er kennt vor allem auch die dreckige Seite der Wortsetzer, und zwar die als Werbetexter in verschiedenen Agenturen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Das prägt die Kreativität!
Von einem globalen Horizont wurde die Kreativität von Katharina Bendixen geprägt. Die aus Leipzig stammende Reisende verbrachte ihre Kindheit in Laos. Später führten sie Studienaufenthalte gar nach Argentinien, Mexiko und in die Mongolei. Reste dieser vom Aufschwung verschonten Länder finden sich, wenn auch manchmal nur hintergründig, in vielen ihrer Texte.
Und ihre Namenskusine Katharina? Die trägt den schwarz-rot-goldenen Adler vielleicht nicht im Herzen, aber ungelogen im Namen. Was der Vogel mit Aufschwung zu tun hat? Weiß man’s …

Mehr Informationen zu den Autoren gibt es hier.

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