Monatsarchiv: September 2007

KAFFEE.SATZ.LESEN zurück aus der Sommerfrische

KAFFEE.SATZ.LESEN 42

30.09.2007
KAFFEE.SATZ.LESEN 42

Urs Augstburger | Ingo Herzke
Patrick Klebba | Jochen Reinecke

KAFFEE.SATZ.LESEN ist zurück aus der Sommerfrische.

Der Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur präsentiert an jedem letzten Sonntag im Monat literarische Talente und etablierte Autoren, in der kommenden Saison außerdem jeweils einen Übersetzer. „Der Autor schafft mit seiner Sprache nationale Literatur. Weltliteratur wird von Übersetzern gemacht“, sagt Nobelpreisträger José Saramago. Den Auftakt macht der Hamburger Ingo Herzke, er übersetzt u.a. Paula Fox, Rick Moody, Alan Bennett und Jay McInerney. Vorstellen wird er den Roman „Day“ der schottischen Autorin A.L. Kennedy. Aus der Schweiz kommt Urs Augstburger, der mit „Graatzug“ eben den zweiten Band seiner Berg-Trilogie vorgelegt hat. Augstburger ist Vertreter einer neuen Generation Schweizer Autoren, die einen eigenen, spannenden Blick auf Tradition und Geschichte ihrer Heimat werfen. Der Berliner Autor Jochen Reinecke sieht sich auch gern um, schreibt komische Alltagsgeschichten, pointiert, manchmal böse, immer treffend. Das KAFFEE.SATZ.LESEN-Publikum dankte es ihm schon vor zwei Jahren mit Lachtränen und Atemnot. Der Hamburger Patrick Klebba begeisterte zuletzt im Juni das Publikum beim „Kampf der Künste“-Poetry Slam im Hamburger Schauspielhaus. Klebba ist ein wortstarker Meister der populären Fünf Minuten-Dichterschlachten und geht bei KAFFEE.SATZ.LESEN solo in die Verlängerung.

Urs Augstburger
Urs Augstburger
(Foto: bilgerverlag)

*1965 in Brugg, ist Journalist, lebt und schreibt in Ennetbaden (Aargau) und Disentis. 1997 erschien sein erster Roman „Für immer ist morgen“. Es folgten 1999 „Chrom“ und 2001 der Durchbruch mit dem Bergroman „Schattwand“. 2004 erschien mit „Gatto Dileo“ sein zweiter Erfolgsroman. Mit dem „Graatzug“ (2007) legt Augstburger den zweiten Band seiner Berg-Trilogie vor. „Es geht um nicht Geringeres, als an ein Stück Sozialhistorie der Schweiz zu erinnern. Dass ihm das so unterhaltsam gelingt, liegt am Talent Augstburgers für die verschiedensten Klaviaturen: „Graatzug“ ist Liebesroman, Schauermärchen, Heimatroman, Zeitdokument, Familiensaga.“ (Berliner Zeitung)

Ingo Herzke
*1966 in Alfeld/Leine, Studium in Göttingen und Glasgow, lebt seit 1998 in Hamburg und übersetzt unter anderem A. L. Kennedy, Paula Fox, Rick Moody, Alan Bennett, Jay McInerney. 2001 und 2006 erhielt er den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzungen. In ihrem Roman „Day“ erzählt A.L. Kennedy von Alfred F. Day, der im 2. Weltkrieg über Sylt abgeschossen wird, in Kriegsgefangenschaft gerät und nach Kriegsende den Boden unter den Füßen verliert. Als sich die Chance bietet, als Statist in einem englischen Lagerfilm mitzuwirken, greift er zu und lässt sich freiwillig wieder hinter Stacheldraht sperren. Und tatsächlich geht es ihm dort besser als zuvor im traurigen Nachkriegslondon.

Jochen Reinecke
Jochen Reinecke

*1971 in Wuppertal, wurde 2004 an einem Offenen Mikrofon der Berliner Lesebühne „Surfpoeten“ mit dem Vorlesevirus infiziert und konnte sich seitdem nicht wieder davon kurieren. Er hat als offizieller Gast auf Berliner Lesebühnen knapp 40 Lesungen abgerissen und wird im Oktober eine eigene Lesebühne eröffnen. Jochen Reinecke gehört zum Autorenpool der Riesenmaschine, betreibt das Berlin-Weblog der Zeit Online und hat zusammen mit Klemens Polatschek das Weblog der FAS-Wissenschaftsredaktion aus der Taufe gehoben. Er tunkt gerne Krabbenbrot in Cola, weil das so schön knistert.

Patrick Klebba
Patrick Klebba

*1982 in Zeven, Niedersachsen. Teilweise verwurzelt in Polen. 20 Jahre später in Hamburg gelandet und bald darauf auch angekommen. Studiert Volkskunde, Kunstgeschichte und Russische Literatur. Im November 2005 zum ersten Mal bei einem Poetry Slam teilgenommen. Hier und da mal aufgetreten. War 2006 in München bei den deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften und darf auch dieses Jahr in Berlin mitmachen.

Sonntag, 30. September 2007,
Baderanstalt, 16:00 Uhr,
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahn Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock,
6 Euro.

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