Monatsarchiv: November 2007

„Menschen an sich“, klotz+dabeler nächsten Mittwoch live im Golden Pudel Klub, HH.

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Die Zusammenarbeit zwischen klotz+dabeler begann als eine literarische. 2005 brachten sie den labyrinthischen Berlin-Thriller „Aus dem Leben des Manuel Zorn“ (Ventil Verlag) heraus und gingen mit diesem ausgiebig auf Tournee; natürlich nicht ohne die Lesungen mit einigen Songs zu garnieren. Im November 2005 gab es z.B. in Hamburg ein einstündiges KAFFEE-SATZ-LESEN-Spezial, dass sich der regulären Lesung anschloss. Die Stücke auf  »Menschen an sich« bauen auf dem Buch auf.   

klotz+dabelerwerden ihr neues Album

„Menschen an sich“

am Mittwoch 28.11. 2007   

um 22:00 Uhr

im Golden Pudel Klub

vorstellen. 

Genaueres erzählt Ihnen jetzt mal Martin Büsser von den zickzackagenten:

„Literarischer Pop, Chanson und Glamrock, LoFi-Beats und Salonmusik – Almut Klotz (Ex-Lassie Singers und Popchor Berlin) und Rev. Christian Dabeler (Zusammenarbeit u.a. mit Rocko Schamoni, Robert Forster/Go-Betweens und Universal Gonzalez) vereinen Gegensätze und beschreiten damit neues Terrain. »Keine Zeit zu bleiben« heißt es in einem der schönsten Ohrwürmer des ersten gemeinsamen Albums: Ständige Bewegung und Lust nach Neuem sorgte für ein Werk voller Reibungen, die sich dennoch wie aus einem Guss anhört.

Neben der Musik haben sich klotz+dabeler bereits als Autorenduo einen Namen gemacht. 2005 erschien ihr gemeinsamer Roman »Aus dem Leben des Manuel Zorn« (Ventil Verlag), eine labyrinthische Jagd durch das apokalyptisch anmutende Berlin der nahen Zukunft. Die Stücke auf »Menschen an sich« bauen auf dieser Zusammenarbeit auf. Bei den Texten handelt es sich nicht um konventionelle Songs, sondern um literarische Miniaturen, eingebettet in abgerundeten, stilsicheren Pop.

Die Geschichten treten ganze Assoziationsketten los, werfen eine Unmenge von Fragen auf und funktionieren wie gute Literatur, die Atmosphäre erzeugt, aber endgültige Antworten verweigert. – Wer ist dieser geheimnisvolle Irre, der auf »Bitte bleiben« seinen Monolog herunterspult? Was ist das für ein Ambiente in »Personal«? Befinden wir uns in einem abgewirtschafteten Hotel, einem Herrschaftshaus, einem Schloss oder einfach nur in einem Szene-Club, dessen große Tage längst gezählt sind?

Uneindeutigkeit erzeugt ein ständiges Knistern, das auch von der Musik aufgegriffen wird. Denn klotz+dabeler trennen nicht strikt zwischen LoFi und Glam-Pop, zwischen einfachen Casiobeats und ausufernden Gitarren, sondern verbinden Kontraste zu stimmigen Arrangements. Text und Musik sind dabei genau aufeinander abgestimmt. Natürlich schimmert die facettenreiche musikalische Geschichte der beiden immer wieder durch, doch »Menschen an sich« beschreitet neue Wege – weg von »Popliteratur« und hin zu Pop als Literatur!“

http://www.myspace.com/klotzdabeler

http://www.zickzack3000.de

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Und das so kurz vor Weihnachten! Die zweite KAFFEE.SATZ.LESEN-Anthologie ist demnächst vergriffen.

Gestern eine doch sehr überraschende Nachricht vom Verlag bekommen: es wäre ja nun bald Weihnachten und sie hätten noch exakt 35 Exemplare unsere Anthologie auf Lager, danach ist ausverkauft. Ob wir noch jemanden benachrichtigen wollen, bevor alle Bücher weg sind. Ja. Wollen wir. Und zwar Sie, werte Blogleser. Legen Sie Ihren Liebsten doch mal 60 Autorinnen und Autoren unter den Weihnachtsbaum:

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Die redereihamburg veranstaltet seit 2003 eine außergewöhnliche Lesereihe: KAFFEE.SATZ.LESEN, den großen Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur. Eine Entdeckungsreise durch die deutschsprachige Gegenwartsliteratur an der Schnittstelle zwischen kluger Unterhaltung und unterhaltsamem Anspruch. Immer am letzten Sonntag eines Monats lesen literarische Nachwuchstalente zusammen mit namhaften Autoren und preisgekrönten Schriftstellern aus dem In- und Ausland. Erzähler, Dichter, Slam-Poeten und Lyriker präsentieren ihre aktuellen Texte und stellen neue Bücher vor. Im Hamburger mairisch Verlag erschienen zwei Anthologien zur Lesereihe, der erste Band ist bereits vergriffen, vom zweiten Band liegen nur noch wenige Exemplare vor.

DIE ANTHOLOGIE: KAFFEE.SATZ.LESEN 13 – 31
Der Hamburger Sonntagssalon für neue Literatur.
19 Nachmittage | 60 Autoren | 67 Erzählungen
[mairisch 15] – 2006 

368 Seiten / 15,90 €
ISBN 978-3-938539-05-7


Die Anthologie bekommen Sie im Buchhandel.Oder sie bestellen direkt, beim mairisch Verlag:

mairischVerlag

Innerhalb Deutschlands keine weiteren Kosten für Porto und Versand!

Das Buch erhalten Sie außerdem auch live bei KAFFEE.SATZ.LESEN, mit einem Lächeln und einer formschönen Tragetasche über den Büchertisch gereicht. Und zwar am:

Sonntag, 25.November 2007

sowie am

Sonntag, 16. Dezember 2007

jeweils um 16:00 Uhr
in der BaderanstaltHammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 U

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Lettra – Deutschlands erster Literatur-Fernsehsender geht heute auf Sendung. Leider erstmal nur im Bezahlfernsehen.

logo_lettra.gifLettra, der erste Fernsehsender rund um das Themen Bücher & Lesen, geht heute auf Sendung (24.November 2007). Digital, rund um die Uhr, im Abonnement und demnächst auch im Web und mit eigener Community. Produziert wird in Hamburg und Berlin.Ein „kompetentes und abwechslungsreiches Programm“ verspricht lettra auf seiner Homepage, „Orientierung und Service im Dschungel der Neuerscheinungen. Dazu gehören Autorenportraits, Interviews und die Vorstellung von Lieblingsbüchern genauso wie die Präsentation von Literaturverfilmungen, Hintergrundberichte oder unsere Literaturcharts.“Lettra gibt es via Satellit erstmal nur im Pay-TV Angebot von Premiere Star und arenaSat und im Kabel als Pay-TV Angebot von Unity Media.Bis Montag, 26.November um 19:00 Uhr läuft zunächst eine Sendungsschleife (mit „lettra!-die Show“, einer Reportage über Walter Kempowski und einem Filmdrama mit Sarah Biasini („Julie-Agentin des Königs“), erst dann startet das reguläre Programm. Alle geplanten Sendungen werden auf der Internetseite kurz vorgestellt.http://www.lettra.de

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KAFFEE.SATZ.LESEN 44 im November – „Sex ist eigentlich nicht so mein Ding“

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Acht Autoren
über die vermutlich letzte sexuelle Revolution
beim ersten literarischen Public Viewing in Hamburg

Unkontrollierte Körperbewegungen und -flüssigkeiten, undurchdachte Äußerungen, entgleiste Mimik, Flecken. Sagen wir doch, wie es ist: Sex ist eine unschöne, unwürdige und gemeinhin überbewertete Aktivität. Das finden zumindest 31 Schriftsteller, die in der Anthologie „Sex ist eigentlich nicht so mein Ding“ (Eichborn Verlag) eindeutig Stellung beziehen. Das Buch zur vermutlich letzten sexuellen Revolution kommt aus Hamburg, und bei KAFFEE.SATZ.LESEN erklären acht Hamburger Autorinnen und Autoren, warum Sex eigentlich nicht so Ihr Ding ist.
Sex sells ja bekanntlich, die Veranstalter haben aber vorgesorgt und bieten ab sofort Hamburgs einziges literarisches Public Viewing an. Ist im Saal der Baderanstalt kein Platz mehr, wird die Lesung live auf eine Großbildleinwand in der neuen „Nichtschwimmerlounge“ ein Stockwerk tiefer übertragen.

mit

Sven Amtsberg | Verena Carl | Dierk Hagedorn |

Hartmut Pospiech | Alexander Posch| Gordon Roesnik|

Xóchil A. Schütz | Michael Weins

Sonntag, 25. November 2007,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr

Informationen zu den Gästen im November:

„Sex ist eigentlich nicht so mein Ding“ – Das Buch

Herausgegeben von Friederike Moldenhauer & Tina Uebel
Eichborn-Verlag

Aus der Anthologie lesen:

Sven Amtsberg
ist autor. texter. moderator. veranstalter. und hat genau einen preis gewonnen. den hamburger förderpreis für literatur 2001. und zwei Bücher geschrieben. das mädchenbuch , rowohlt-verlag 2003. und noch ein anderes. so sieht das aus.

Verena Carl
veröffentlicht seit 1997 neben journalistischen auch literarische Texte, u. a. in Zeitschriften (»Edit – Papier für neue Texte«, »STINT«, »entwuerfe«) und Anthologien (z.B. »Macht – Organisierte Literatur«, Rotbuch Verlag; Hamburger Ziegel 2001/2002). 2001 erschien ihr erster Roman »Lady Liberty« bei dtv, 2003 »Eine Nacht zu viel« im Marion von Schröder-Verlag. 2004 hat Verena Carl gemeinsam mit Tanja Dückers im Aufbau-Verlag die Anthologie »Stadt, Land, Krieg« herausgegeben, die sich mit der Wahrnehmung der Nazizeit aus Sicht der jüngeren Generation befasst. Im Februar 2008 erscheint bei Eichborn Frankfurt ihr neuer Roman »Irgendwie, irgendwann«.

http://www.verenacarl.de/

Dierk Hagedorn
geboren im Juni 1966 in Hamburg; im Jahre 1993 Mitbegründer des kleinen und ambitionierten Verlages Edition 406. Mitbegründer der Künstlergruppe Absynnd. Im Sommer 1997 auf Einladung der Freien und Hansestadt Hamburg Teilnahme an einer literarischen Expedition nach Chicago. Im Mai 1998 Teilnahme an der ArtGenda in Stockholm mit einer literarischen Revue. 2000 Mitbegründer von Macht e.V. Dierk Hagedorn arbeitet als Illustrator und Autor.

http://www.dierkhagedorn.de/

Hartmut Pospiech
Autor und Literaturaktivist in der Hamburger Clubliteraturszene, Mitveranstalter und MC des Poetry Slams „Hamburg ist Slamburg“ seit 1999. Mitglied der Literaturvereinigung MACHT e.V., Mitveranstalter der Lesereihe Machtclub im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses (www.macht-ev.de), Geschäftsführer des Writers’ Room Hamburg (www.writersroom.de), Drehbuchlektor für NDR und Warner Brothers. Literarisches Stipendium des Danish Literature Council in Kopenhagen. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Alexander Posch
geboren 1968, hat drei Kinder und lebt in Hamburg-Rahlstedt. Posch gehört zu den Initiatoren der Literaturinstitution Machtclub und ist Veranstalter verschiedenster Literaturevents, u. a. am Deutschen Schauspielhaus (Di GiGi Beach) und im Literaturhaus Hamburg (Schischischo). Einzelveröffentlichung: schlucker 2000, 33 köpfe aus hamburgs literarischer clubkultur, mit 33 zeichnungen von dierk hagedorn, schwamm-verlag, 1999.

Gordon Roesnik
geboren 1973, aufgewachsen im Rheinland, seit langem in Hamburg als Autor und MACHTclub-Veranstalter aktiv. S. ist eigentlich total sein Ding, aber psst.

Xóchil A. Schütz
geboren 1975, Autorin und Performance-Poetin, diverse Preise und Stipendien.

http://www.myspace.com/xochillen>

Michael Weins
geboren 1971 in Köln, Autor von Romanen und Kurzgeschichten, wohnt seit 1974 in Hamburg. Gründete folgenschwer 1996 mit Alexander Posch den Literaturclub LAOLAclub! (bands & literatur). 1998/99 Mitinitiator und Protagonist der Liv Ullmann Show. Gründungsmitglied von MACHT e. V. (www.macht-ev.de). 2000 und 2005 Preisträger des Hamburger Literaturförderpreises. Erzählbände: Feucht (Schwamm-Verlag, 2001) und Krill (Mairisch Verlag, 2007); Roman: Goldener Reiter (Rowohlt, 2002).

http://www.michaelweins.de/

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