TRANSIT #32 – „Heute Hui“ – 02.01.2007 – Hamburg.

Wer nach den Weihnachts- und Sylvesterfeierlichkeiten die Literaturveranstaltungen vermisst hat und wer schon wieder kann, der sollte diese Veranstaltung nicht verpassen:

Die wohl erste Literaturveranstaltung im neuen Jahr! – Ihr seid herzlich eingeladen.

transit 32

Es lesen:

Jasmin Ramadan
(*1974) ist Hamburgerin und hat im November erst den Förderpreis für Literatur der Kulturbehörde Hamburg bekommen. Wenn das kein Auftrieb für den zweiten Roman „Ein Pinguin auf der Antenne“ (in Arbeit) bedeutet!

Linn Schmidt
(*1979) liebt Jane Austen, Tee-Parties mit Gin Tonic und Jarvis Cocker. Arbeitet als freie Journalistin und ihre Geschichten handeln von verwirrten (meist in komplizierten Liebesangelegenheiten verwickelten) jungen Menschen.

Günter Merlau
(*1967) betreibt seit 2005 als Autor und Produzent das Label „LAUSCH – Phantastische Hörspiele“. Eine Serie widmet sich dem Killer Caine …

Ina Bruchlos
(*1966) lebt seit 1998 als freischaffende Künstlerin (Malerei und Literatur) in Hamburg. Zuletzt erschien ihr Kurzgeschichtenband „Mittwochskartoffeln“ (Nachttischbuch-Verlag).

Musik vom DJ-Phantom Robis/Pierre

DATUM: Dienstag, 2. Januar 2007
Einlass: 20.30 Uhr, Beginn 21 Uhr; Eintritt 5,- Euro
Ort: „Kulturhaus III&70“, Schulterblatt 73, Hamburg
Moderation: Daniel Beskos
Präsentiert von Minimal Trash Art und dem mairisch Verlag.

Alle Infos zur Lesereihe unter www.transit-fuer-alle.de

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Zwischen den Jahren: Casjen Ohnesorge im „Komet“ & Wirbel um „Icke & Er“ – erste Spur führt in die Hamburger Literaturszene.

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Ist ja nix los zwischen den Jahren. Doch, heute erreichte uns noch die erfreuliche Meldung, dass am 30.12.2006 Casjen Ohnesorge, im Hamburg „Komet“, das Lesungsjahr beschließt. Casjen Ohnesorge begeisterte das KAFFEE.SATZ.LESEN Publikum im November (KSL 34) mit seiner, höchst dynamisch vorgetragenen Dichtkunst, der Mann brennt auf der Bühne! Wahrscheinlich gibt es auch deshalb nur unscharfe Fotos von ihm (siehe oben). Ganz unverwackelt ansehen:

Dichterlesung
30.12.2006 um 21.30 Uhr
im Keller des Komet, Erichstraße 11

Dichter is, who Dichtung does!
Als Stargast:
Der Tanzbär von der tropischen Insel, das alaskanische Riesenbaby
Gabriel Knight Asper (großartiger Moderner Klassiker aus den Staaten,
zwischen angry young man und schwebender Road-Alltagslyrik)
Sonst im Programm:
die hingerissene Bea,
der unverwechselte Patrick Klebba
und Casjen Ohnesorge!

Der Keller des Kometen ist ansonsten die Heimat der fabelhaften Hamburger Lesereihe „Rodyssee“ (jeden dritten Donnerstag im Monat). Initiatoren sind die Herren Nico Spindler, der schon bei KAFFEE.SATZ.LESEN 9 im März 2004 seinen schönen Gedichtband „triumphe und ruinen“ vorstellte, sowie sein Kollege und Mitveranstalter Daniel Schoeps. Und damit wären wir elegant bei der schönsten Winterloch-Geschichte der Saison angelangt: die Herren stehen nämlich unter Verdacht!

Angefangen hatte alles mit folgendem Video, das Anfang November im Netz auftauchte. Zwei Berliner Rap-Spacken Namens „Icke &Er“ finden vor Berliner Plattenbauten das Leben „Rischtisch geil!“.

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Video bei YouTube ansehen

„Richtig Geil“ wurde im Netz ein Riesenerfolg, mittlerweile haben Icke & Er beim Label der Fantastischen 4, „Four Music“, unterzeichnet. Jetzt stellte sich aber heraus, dass die Video-Plattenbauten in Hamburg stehen und zudem der Mercedes im Video ein Hamburger Kennzeichen hat. Auch „stimme“ einfach der Berliner Slang nicht, besagen zahlreiche Nörgeleien aus der Berliner Bevölkerung. Aus der „Hamburger Szene“, so der „Berliner Kurier“ in seiner heutigen Onlineausgabe, kam dann der heiße Tipp, Spindler und Schoeps hätten den Spaß eingespielt. Zwei waschechte Hamburger. Die beiden dementierten sofort, wir kennen zumindest den Kollegen Spindler gut und erkennen ihn auf dem Video, ganz ehrlich, nicht wieder!

Die „Hamburger Morgenpost“ hat heute 300 Euro Belohnung für den entscheidenden Hinweis ausgelobt. Wir haben keine 300 Euro zu vergeben, freuen uns aber ebenfalls über sachdienliche Hinweise. Damit wir endlich wieder gut schlafen, oder wahlweise den Herren Spindler und Schoeps zu dieser brillanten Marketingstrategie und dem Plattenvertrag ganz herzlich gratulieren könne. Weiß jemand mehr? Wir bleiben dran!

Was Icke&Er selbst vom Wirbel halten: Icke&Er

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So sicher wie Weihnachten selbst: das KAFFEE.SATZ.LESEN-Weihnachtsspezial (Sonntag, 17.Dezember 2006)

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Auch in diesem Jahr laden wir wieder zum mittlerweile legendären KAFFEE.SATZ.LESEN-Weihnachts-Spezial. Zehn Autoren der vergangenen KAFFEE.SATZ.LESEN-Saison haben exklusiv für die Weihnachtsausgabe der Lesereihe einen jeweils fünfminütigen Text geschrieben. Die Themenvorgabe in diesem Jahr war für alle Autoren:

„LEISE RIESELT…“

und dieses Jahr beschenken uns:

Ina Bruchlos
Maximilian „Merlix“ Buddenbohm
Eric Hegmann
Sven Heine
Almut Klotz
Mek Wito
Andreas Münzner
Xochil A. Schütz
Annette Schwarz
Johanna Wack

Dazu spendieren wir dem Publikum 10 kg Weihnachtsgebäck und 25 Liter feinsten Glühwein. Ein schnelles, spannendes und überraschendes Vorlesevergnügen. Das Weihnachtsspezial gehört zu den beliebtesten Veranstaltung im KAFFEE.SATZ.LESEN-Jahr, frühes Erscheinen wird empfohlen. Einlass ist ab 15:00 Uhr, die Lesung beginnt um 16:00 Uhr.

Sonntag, 17.12.2006
Baderanstalt
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahn Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock
5 Euro

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Gunter Gerlach bei FSK 93.0 oder 101.4 im Kabel

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 17.00 – 19.00 Uhr

(Foto: Taja Stapelfeld)
Elektromechaniker sollte Gunter Gerlach (KSL NR. 14, 16 und 27) werden, Fotograf, Maler, Grafiker wollte er werden. Texter und Autor ist er geworden. „Es ist ja überhaupt kein Ziel zu erkennen“, sagte damals ein Vertreter der Hochschule für bildende Künste an der Gerlach Fotografie studierte. „Soll ich davon jetzt auch noch erzählen?“, fragt Gunter Gerlach und spricht gleich weiter. Gerlach hat viel mitzuteilen, nicht nur in seinen Büchern. Am 06.12.2006 wird er davon im Radio erzählen und von vielen anderen Dingen: Warum man schreiben sollte, ob man davon leben kann und woher der Stoff kommt und wie das mit den Lesungen außerhalb der Theater und Literaturhäuser und Buchhandlungen in Hamburg anfing.

Dazu spielen wir unsere Lieblingsmusik, denn ich mache Urlaubsvertretung bei Wortpong. Vielleicht hören wir uns.

Sven Heine

Gunter Gerlach – Ebbe

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Neue Bücher: Tex Rubinowitz „Das staubige Tier – Über Wien und unter Wien“

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Tex Rubinowitz im September 2005 bei KAFFEE.SATZ.LESEN
Foto: Kerstin Schlitter

Tex Rubinowitz gehört zu den ersten Gästen unserer Lesereihe. Schon bei der dritten Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN im September 2003 begeisterte der Wahl-Wiener das hamburger Publikum mit Erkenntnissen über „Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen“, seinem ersten, mittlerweile leider vergriffenen Buch. Zwei Jahre später erzählte er bei KSL 23 von den Vorzügen des Eisschwimmens und dem richtigen Einsatz von Zahnstochern als Grundnahrungsmittel. Wer dabei war, hat diesen grandiosen Nachmittag nicht vergessen.

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Im Falter Verlag ist jetzt ein neuer Wien-Stadtführer von Tex Rubinowitz erschienen: ‚Das staubige Tier‘ beschreibt in äußerst subjektiver Weise jene Straßen, Plätze und Details Wiens, die kein Reiseführer für erwähnenswert erachtet, auch wenn sie essenzielle Bestandteile des urbanen Lebens sind: interessante Sehenswürdigkeiten wie Hintereingänge, Bushaltestellen, Kaufhäuser von hinten, Kläranlagen und Schrottplätze oder Lokale, die als Verstecke taugen.
Wenn es stimmt, dass neunzig Prozent der Bewohner Wiens ihre Stadt nur zu circa fünf Prozent benutzen, dann entgeht den meisten Wienerinnen und Wienern so einiges. Insbesondere die Seltsamkeiten ihrer Stadt bleiben ihnen verborgen. Zum Glück gibt es Tex Rubinowitz` neues Wien-Buch, in dem über das, was so versäumt wird, nachgelesen werden kann. Immer auf der Suche nach dem ‚gut Kaputten‘, porträtiert der Autor die kleinen urbanen Absonderlichkeiten abseits des Glatten, allzu Schönen und führt damit die Leser quer durch die Stadt: Zum Bild mit der Fliege im Unteren Belvedere, zum einsamsten Museum Wiens – den ‚Neidhart-Fresken‘ in den Tuchlauben, zur ‚Falko-Stiege‘ am Naschmarkt, zu den (teils rätselhaften) Geschäften und Institutionen der Lerchenfelder Straße, zur Albert-Schultz-Eishalle im 22. Bezirk, zum geheimnisvoll verschlossenen Gullygitter im 1. Bezirk, zur Nadel von Klein-Minsk an der U-Bahn-Station Schwedenplatz oder zum ’staubigen Tier‘ im Röhrensystem der unterirdischen Passage zwischen Oper und Karlsplatz.

„Exakt achtzig Jahre nach Bertolt Brechts „Lesebuch für Stadtbewohner“ erscheint nun mit vorliegendem Buch ein würdiger Nachfolger, ein in der Tradition der Psychogeografie stehender, streng subjektiver Stadtführer über Wien. Tex Rubinowitz beschreibt darin all jene Plätze und Orte der Stadt, die allgemein wenig wahr genommen werden, weil sie einfach „nur da“ sind. Er fordert auf, den Stadtplan zu zerknüllen, sich auch mal ein Kaufhaus von hinten anzusehen und im Winter in der Donau schwimmen zu gehen.“ (Klappentext)

Tex Rubinowitz – Das staubige Tier – Über Wien und unter Wien
Falter Verlag, Wien, 2006, 189 Seiten, € 14,50

Umfassende Infos zum Autor: Tex Rubinowitz bei Wikipedia
Falter Verlag: Falter

PS: Natürlich werden wir versuchen, Tex Rubinowitz auch 2007 wieder für KAFFEE.SATZ.LESEN zu gewinnen.

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Das brummt: Ein Abend mit Sven Amtsberg

Dienstag 05.12.06 Café Leben, Heimfelder Str. 21, S-Bahn Heimfeld, Beginn: 20.30 Uhr

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(Foto: Amtsberg)
Sven Amtsberg, der stets charmante, leicht schlecht gelaunte Autor mit den brilliant-bösen Kurzgeschichten und Erzählungen, liest am morgigen Dienstag abendfüllend im Café Leben. Wer Amtsberg kennt, der weiß: besser als Amtsberg lesen ist nur noch Amtsberg lesen hören. Seine wuchtige, sonore Stimme ist berühmt.

Kann man sich auch gleich mal anhören:

Katzenkrätze

ArcheBoah

Sven Amtsberg ist Autor und Texter, und er war schon zweimal zu Gast bei KAFFEE.SATZ.LESEN (KSL 17, Januar 2005 & KSL 26, Dezember 2005). Als Moderator führt er mit Michael Weins und Alexander Posch durch die legendäre Schischischo. Als Veranstalter und Moderator wirkt er beim Machtclub mit. Er gewann den Hamburger Förderpreis für Literatur 2001. Und er hat ein großartiges Buch geschrieben: „Das Mädchenbuch“ erschien 2003 bei Rowohlt. Seine Lesungen machen dem Publikum gute Laune. Die färbt meist nicht auf den Autor selbst ab, dafür sollten wir dankbar sein.

Mehr Infos: Amtsberg.net

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Transit oder Macht? Im Zweifel beide Lesungen!

Die großen, regelmäßig stattfindenden Lesebühnen in Hamburg treten sich für gewöhnlich nicht auf die Füße, jede Woche lockt eine Veranstaltung die literaturbegeisterten Hamburger. Immer am ersten Dienstag im Monat gibt es die Lesereihe Transit, der zweite Dienstag gehört dem Machtclub, der letzte Dienstag im Monat bringt eine neue Runde „Slamburg„, den Poetry Slam im Molotow, und immer am letzten Sonntag im Monat folgt dann KAFFEE.SATZ.LESEN. Diese Woche aber hat man die Qual der Wahl, oder geht bestenfalls gleich zweimal los, lohnen tut es sich allemal! Denn die Macher des Machtclubs präsentieren sich außer der Reihe selbst und lesen neue Texte der Autorenvereinigung vor. Zusätzlich, am angestammten Platz, geht Transit an den Start:

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TRANSIT #31 – „December Tapes“

Dienstag, 5. Dezember 2006, Einlass 20.30 Uhr, Beginn 21.00 Uhr, Eintritt 5 Euro.
Ort: „Kulturhaus III&70“, Schulterblatt 73, http://www.dreiundsiebzig.de

December Tapes – das sind zehn kurze & famose Prosatexte aus Hellmuth Opitz’ aktuellem Gedichtband „Die Sekunden vor Augenaufschlag“. Damit ist der Bielefelder der erste titelgebende Gast in der TRANSIT-Historie. Zum Dank dafür lässt er neben den Tapes auch explizit Hamburger Liebesgedichte an ihrem geliebten Ursprungsort frei. Und ob es nun am 5. Dezember an diesem Ort schneit oder ob der „Schneehase“ ein kalter Wunsch bleibt – Anja Frisch trägt von der Witterung unbeeindruckt aus ihrem Roman vor. Sie berichtet aus der Kriegszone Familie und lässt ihre Helden kühl, fast frostig auf die Welt blicken. Auch die Texte von Cornelia Travnicek sind in einer kalten Dezembernacht gut aufgehoben. Die erst 19jährige Österreicherin thematisiert die dunklen Seiten des Lebens. Einen Gegenpol dazu bildet Nora Gomringer, deren „Sprechtexte“ bildmächtige Kleinode voller Witz und Lakonie verheißen. Mit großer sprachlicher Vielfalt verwandelt sie ihren Auftritt in gelebte Literatur, in ein Erlebnis. Sie erzählt vom Fragenstellen und Gedankenmachen, vom Lieben und Zerzaustsein, vom Loslassen und Aufbrausen. Aufbrausen, das ist auch das Stichwort für DJ Helge, der danach einlegt: seine December Tapes. Mehr Infos unter: Transit

Gleich am nächsten Tag geht es dann weiter mit einem Macht-Spezial:

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The Heartbeat of Fashion-Ausstellung
Machtclub-Gruppenbild.
Mittwoch, 06.12.06, 19:00 Uhr
Haus der Fotografie. Deichtorhallen, Deichtorstr.1-2. Eintritt: 5,-/3,- Euro

Der Machtclub ist die Mutter aller Hamburger Lesebühnen. “Macht“ ist ein Zusammenschluss von Hamburger Literaten, Veranstaltern und
Verlegern. Seit sechs Jahren bringen sie die junge Literatur abendfüllend auf Clubbühnen und Ausflugsdampfer, in Hotelzimmer oder private Wohnstuben. Sie organisieren den erfolgreichen “Machtclub“, zuerst im Mojo-Club, seit 2003 im Deutschen Schauspielhaus. Ohne Machtclub gäbe es auch kein KAFFEE.SATZ.LESEN, denn Stevan Paul und Sven Heine hatten die Idee zur eigenen Lesereihe während eines Machtclub-Abends, und mittlerweile waren auch sämtliche Machtclub Autoren zu Gast bei KAFFFEE.SATZ.LESEN. Im Rahmen der Ausstellung „The Heartbeat of Fashion“ in den Deichtorhallen treffen sich dort am Mittwoch die Machtmacher zur Lesung „Gruppenbild“. Der Auslöser klickt. Die Macht-Macher lösen sich aus dem Gruppenbild, werden wieder zu Individuen, Schriftstellern mit höchst eigenen Vorlieben und Abneigungen, die durch die Ausstellung streifen. Sie lassen sich von Fotos anregen, reiben sich an ihnen, folgen dem Herzschlag der Mode oder ihren ganz eigenen Assoziationen. Aus Bildern werden Texte: Ehrenbezeugungen, bissige Kommentare, frei schwebende Phantasien, Vor- und Nachgeschichten.

Mit Sven Amtsberg (KSL 17, Januar 2005), Dierk Hagedorn (KSL 7, Januar 2004), Benjamin Maack (KSL 3, September 2003 & KSL 15, November 2004), Alexander Posch (KSL 13, September 2004), Hartmut Pospiech (KSL 5, November 2003 & KSL 20, April 2005), Gordon Roesnik (KSL 8, FEBRUAR 2004), Tina Uebel (KSL 10, April 2004), Michael Weins (KSL 18, Februar 2005) Moderation: Friederike Moldenhauer.
Infos zum Machtclub unter: Machtclub

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Die Preisverleihung

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Foto: Maximilian Buddenbohm
Verleihung der Hamburger Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzung am Montag, dem 27.11.06, im Literaturhaus

Herrlich, Kinder, was für ein schöner Abend! Feierliches Ambiente im Literaturhaus, die Leute haben sich schick gemacht, es gibt Wein und Häppchen, allerdings nur für die anderen, denn ich habe die Option Zahnschmerzen wegzaubern und nichts trinken gewählt. Das ist aber auch vielleicht leckeres Wasser! Ich freue mich, dass Freunde und Kollegen da sind, und dass meine Laudatorin Eva Bonné sagt, Übersetzen bestehe ja nicht nur daraus, Vokabeln nachzuschlagen, und es sei mir gelungen, den Raum hinter den Worten zum Klingen zu bringen. Was für ein Kompliment!
Mein Auftritt sei gut gewesen, höre ich, ich selbst weiß es nicht. Ich war ein bisschen aufgeregt, ich kann mich nicht erinnern, schon mal vor so vielen Leuten in ein Mikrophon gesprochen zu haben. Aber nach ein paar kleineren Versprechern auf der ersten Seite läuft es, ich habe das Gefühl, die Leute hören zu, und ein paar Mal lachen sie sogar. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, denn das Buch hat zwar viel Humor, macht aber keine Witze.
Nacheinander lesen neun Preisträger, es wird ein bisschen lang, aber anders geht’s wohl nicht. Glücklicherweise halten sich alle an die Zeitvorgabe und die beiden letzten Leserinnen sind großartig, so dass ich doch bis zum Schluss zuhören kann. Insgesamt eine runde, feierliche und abwechslungsreiche Veranstaltung.
Beim gemütlichen Wassertrinken nach dem offiziellen Teil ist meine Urkunde plötzlich weg. Ich hatte sie ungeschickt abgelegt, die Mappe ist runtergefallen, alle Zettel rausgerutscht: die Pressemappe, mein Text – aber keine Urkunde. Eine Freundin findet sie später irgendwo auf dem Boden. Meine Urkunde! Von fremden Menschen in den Schmutz gestoßen und mit Füßen getreten! Sie ist verknickt und verdreckt, das ist schön, jetzt ist sie Rock’n’Roll. Ich überlege kurz, noch einen Rotweinkringel draufzumachen, dann könnte ich später behaupten, ich sei angemessen betrunken gewesen.

Isa Bogdan

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Jahreslesung des Forum Hamburger Autoren am 1. Dezember 2006

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(Foto: Forum Hamburger Autoren)

Mit dem Forum Hamburger Autoren verbindet uns eine lange Freundschaft. Viele Mitglieder dieser hochkarätigen Autoren-Vereinigung lasen schon bei KAFFEE.SATZ.LESEN (KSL).
Am Freitag, 1. Dezember 2006 ist es wieder soweit: Das Forum Hamburger Autoren begeht seine traditionelle Jahreslesung im Kulturhaus Eppendorf. Voraussichtlich lesen: Sigrid Behrens (KSL 14, Oktober 2004), Martin Felder, Matias Grzegorczyk (KSL 34, November 2006), Britta Günther, Oskar Klett, Nils Mohl (KSL 9, März 2004 & KSL 26, November 2005), Wiebke Maginess (KSL 30, April 2006), Andreas Münzner (KSL 28, Februar 2006), Anne Otto, Maja Rettig, Tanja Schwarze, Oskar Sodux, Silke Stamm, Birgit Utz (KSL 23, September 2005) und Alicja Wendt (KSL 15, November 2004) – sowie erstmalig beim Forum aber längst kein unbeschriebenes Blatt mehr in der Hamburger Szene: Paula Coulin (KSL 11, Mai 2004 & KSL 16, Dezember 2004). Die Moderation übernimmt wie gehabt Sascha Sajuntz. Und wie in jedem Jahr wird es dort auch druckfrisch das neue Jahrbuch des Forums geben, auf dass es zahlreich in Nikolausstiefel und auf Gabentische verteilt werde. Wie es die Tradition will, spendiert das Forum seinen Gästen zum Nachtisch natürlich auch wieder eine leckere Suppe. Damit das zu Gehör Gebrachte besser sacken kann. Ort: Martinistr. 40. Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 5,- Euro (ermäßigt 4,- Euro).

ForumsInfos

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KAFFEE.SATZ.LESEN 34 im November „Härtefälle“

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KAFFEE.SATZ.LESEN 34
Sonntag, 26. November 2006, 16:00 Uhr
Baderanstalt
Hammer Steindamm 62
neben S-Bahn Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock

mit

Arne Nielsen

Matias Grzegorczyk

Lalah

Glumm aka 500 Beine

Casjen Ohnesorge

DJ Scheiße

und einer Fotoausstellung von
Kerstin Schlitter

Nein, novemberkuschelig wird sie nicht, die 34. Ausgabe von KAFFEE.SATZ.LESEN am nächsten Sonntag. Denn die geladenen Autoren gehören allesamt zu den kompromisslosesten Schreibern neuerer Literatur, sind strenge Dramaturgen unbequemer Themen mit einer klaren, direkten Sprache. Nach seinem viel gelobten Debüt „Donny hat ein neues Auto und fährt etwas zu schnell“ stellt Arne Nielsen seinen neuen Erzählband „Buddeln, 1-3“ vor. Ein Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns voller grotesker Begebenheiten und untergründiger Gewalt. Um Leben und Tod geht es in Matias Grzegorczyks Roman „Wenn Du schläfts“, einem subtilen Krankenhaus-Thriller, der schlaflos macht. DJ Scheisse feuert fiese Bösartigkeiten schneller ab, als es, zumindest Pinnebergern, lieb sein kann und wurde damit zu einer Hauptfigur des Hamburger Poetry Slams. Der Solinger Autor Glumm aka 500Beine erzählt vom„räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus“ und der Dichter Casjen Ohnesorge beschäftigt sich in seinen Texten mit den Tücken der Sprache und der eigenen Gefühlswelt. Außerdem stellt die Hamburger Sängerin und Musikerin Lalah ihr jetzt erschienenes Debut-Album „Ich wär soweit“ bei KAFFEE.SATZ.LESEN vor.

Die Gäste im November:

Arne Nielsen *1971

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(Foto: Arne Nielsen)

in Dänemark geboren. Er machte eine Ausbildung zum Herrenschneider und studierte Wirtschaftswissenschaften. Danach arbeitete er u.a. als Tankwart, Vertreter und Konsulatsbeamter. Arne Nielsen lebt mit seiner Familie in Hamburg. Er schreibt.bizarre Storys über die Randerscheinungen des Lebens: Nach seinem vielgelobten Debüt „Donny hat ein neues Auto und fährt etwas zu schnell“ beweist Arne Nielsen erneut, dass er zu den eigenwilligsten Stimmen der jungen deutschen Literatur zählt. Mit skurrilem Humor beschreibt er, wie verborgene Laster und Geheimnisse an die Oberfläche treten und sichtbar werden. Seine Storys sind schnell, pointiert und schöpfen ihre beunruhigende Spannung aus dem, was sie andeuten oder verschweigen. „Buddeln, 1-3“ (2006 Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München) ist ein Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns, voller grotesker Begebenheiten und untergründiger Gewalt.

Matias Grzegorczyk *1965

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(Foto:Grzegorczyk)

wurde 1965 in Wiesbaden geboren. Nach einer Fotografenlehre in Kiel, studierte er Kommunikations-Design in Mainz und arbeitete anschließend als Texter für namhafte Agenturen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Zurzeit ist er freiberuflich tätig, unter anderem als Dozent der Texterschmiede Hamburg und am Institut für Design Hamburg. Im Jahr 2002 wurde er mit dem Literaturpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Matias Grzegorczyk ist Mitglied im Forum Hamburger Autoren. Sein im Herbst erschienener Roman „Wenn Du schläfst“ (tisch7-Verlag, Köln) ist ein subtiler Krankenhaus-Thriller über den Kampf zweier Männer, die in ihren Betten nebeneinander liegen und sich belauern. Einem Kampf auf Leben und Tod. Matias Grzegorczyk legt ein Debüt vor, das mehr ist als spannungsgeladene literarische Unterhaltung. Ganz nebenbei zeigt uns der Autor, wie sehr wir als Kranke ausgeliefert sind. Ein Konflikt, dem niemand ausweichen kann.

DJ Scheiße *1966

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(Foto: DJ Scheiße)

Lassen wir den Autor selbst sprechen:
„Vorweg Folgendes: DJ Scheiße stammt nicht aus Pinneberg. Er wurde 1966 in Hamburg geboren und wuchs in Wilstedt, bei Tangstedt, bei Norderstedt, bei Hamburg auf. Zwangsläufig traf er auf den Pinneberger, immer dort, wo die A23 in die A 7 einfließt, und, logischerweise auch danach. Da kann man nichts machen. Nichtsdestotrotz sorgte die „Begegnung mit dem natürlichen Feind“ dafür, dass der gebürtige Diplom-Soziologe sich der subjektiven Alltagsanalyse
hingab und arglosen Barbesuchern die Ergebnisse vorlas. Dazu nahm unser kleiner konfliktscheuer Freund einen Namen an, von dem er annahm, dass er über jede Kritik erhaben sei. Es kam, wie es kommen musste: Man schickte DJ Scheiße zum Slam. Dort fallen Wesen wie er nicht weiter auf und werden mit Requisiten aus der Ramschkiste ruhig gestellt. „Immer noch besser als Bausenator“, sagt er.“

Glumm aka 500 Beine *1960

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(Foto: redereihamburg)

seinen Lesern ist Glumm unter dem Namen 500 Beine bekannt. Auf der gleichnamigen Internetseite 500Beine veröffentlicht er seine Erzählungen aus der Solinger Halbwelt. Lakonisch, genau beobachtet, mit genialem Sprachgefühl und feiner Komik schreibt Glumm von Gescheiterten, Gestrandeten und übersehenen Helden. Oder wie er selbst sagt: „Geschichten vom räudigen Leben, der Wucht und dem Nimbus“. Immer dabei: die Gräfin („Notier mich nicht immer!“) und ein Hund Namens Frau Moll.

Lalah

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(Foto: Dörte Benzner)

a.k.a. Dörte Benzner ist Komponistin, Sängerin, Schlagzeugerin und an guten Tagen Poetin. In ihrem Hamburger Studio Raffinade nimmt sie ihre Songs auf und fährt zwischendurch immer wieder zum Komponieren nach Dänemark oder gestaltet Cover für Mangas, wenn sie Geld braucht.
Sie machte Festival- und Club-Touren durch Deutschland und Österreich mit Hippiehaus, spielte live auf dem South By Southwest Festival in Austin und beim CMJ Music Marathon in New York und trat live und solo mit MD-Player bei Poetry Slams in Harlem und als Special Guest beim legendären Friday Night Slam im Nuyorican auf. Drei Jahren arbeitete sie an ihrem Solo-Album, bei KAFFEE.SATZ.LESEN stellt sie nun ihr Debut “Ich wär soweit” vor. Ihre Musik atmet Geschichten, fühlt Grooves, vereint minimalistischen oldschool Elektro mit ihrer melancholischen, lässigen, jazz-gefärbten Stimme und macht warm und sexy. Es finden sich neben den von ihr produzierten und programmierten Nummern Remixe von J.F. Sebastian (Black Cherries) und auch live von der Jazz-Band Johnny Liebling im Hamburger Soundgarden Studio eingespielte Songs. Coproduziert wurde die Platte von Chris v. Rautenkranz (u.a. Blumfeld, Tocotronic).
Infos: Lalah

Casjen Ohnesorge *1980

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(Foto Casjen Ohnesorge)

in Hamburg geboren und aufgewachsen. Ende 2005 erhielt er sein Diplom im Fach Europäische Wirtschaft an der Universität Bamberg. Neben dem Studium beschäftigt er sich seit dem Jahr 2000 mit Dichtung. Mittlerweile trat er erfolgreich auf vielen „Poetry Slams“ auf, beim diesjährigen German International Poetry Slam in München gelangte er ins Halbfinale. Außerdem hat Casjen Ohnesorge zwei Theaterstücke verfasst. Zudem ist für ihn das Leben und Arbeiten in fremden Ländern besonders bereichernd, längere Aufenthalte führten ihn in die USA, nach Frankreich, Singapur, Belarus und in die Ukraine. Erfahrungen die in seine Arbeiten einfließen.

Mehr über die redereihamburg und KAFFEE.SATZ.LESEN gibt es im Internet unter
http://www.redereihamburg.de

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