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Finn-Ole Heinrich: Heimat Huckepack


(Foto: pipeup)

„Coffee to go, eine Plattensammlung in der Hosentasche und mit zweihundert Menschen per Funk verbunden. Ich sitze in meinem Büro zwischen Hamburg und Berlin oder München oder Kiel, Nichtraucherabteil, eine Mutter mit Kind neben mir. Alle Gedanken der letzten drei Jahre, alle Briefe, alle Arbeiten, alle kleinen Nachrichten auf einem Memorystick so groß wie zwei Kaugummis. Ich hab die Heimat huckepack, denke ich.“

Heimat Huckepack“, Finn-Ole Heinrich)

Der Autor Finn-Ole Heinrich ist viel unterwegs. Seit dem großen Erfolg seines 2005 erschienenen Debüts „die taschen voll wasser“ ist er beinahe ununterbrochen auf Lesetournee, zuletzt mit seinem großartigen Roman „Räuberhände“ (beide Bücher: mairisch Verlag, Hamburg).

Wohin er auch hinkommt, online ist immer, das Internet verbindet.
Alle und alles erreichbar, lesbar, hörbar, sehbar. Das Netz als digitale Heimat?

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Bremen startet heute Finn-Ole Heinrichs Projekt „Heimat Huckepack“. Drei Monate lang dokumentiert der Autor, Filmemacher und Künstler „Unterwegssein“ auf der digitalen Heimat einer Internetseite. Texte, Nachrichten, Fotos, filmische Portraits – die Dokumente einer Reise werden ständig aktualisiert, ein Newsletter läd zum lückenlosen mitreisen, die Blog-Funktion zum kommunizieren ein.

Schon jetzt gibt es auf der Seite ein paar bemerkenswerte, filmische Portraits zu sehen, zum Beispiel die Begegnung mit Herrn Possalla, der auf hannoveranischen Kinderspielplätzen für Recht und Ordnung sorgt, oder die Geschichte von Michael und seinem Deal mit Gott.

Drei Monate unterwegs. Die Reise startet hier:

heimathuckepack.de

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